Zehntausende demonstrieren am 2. Februar vor dem Regierungspalast in Bukarest.
Hunderttausende Bukarester gingen am 2. Februar vor dem Regierungsgebäude auf die Straße. Bildrechte: IMAGO

Rumänien Die Ausdauernden

Zehntausende demonstrieren am 2. Februar vor dem Regierungspalast in Bukarest.
Hunderttausende Bukarester gingen am 2. Februar vor dem Regierungsgebäude auf die Straße. Bildrechte: IMAGO

Dieses Foto ging im Februar um die Welt: Hunderttausende Rumänen hatten auf dem Piata Victoriei - dem Platz vor dem Regierungsgebäude in Bukarest - gegen einen umstrittenen Eilerlass protestiert. Die rumänische Regierung wollte damals Amtsmissbrauch erst ab einer Schadensumme von über 45.000 Euro ahnden. Eine hohe Summe für ein Land, in dem der Bruttodurchschnittslohn bei gerade mal 700 Euro liegt.

Der Eilerlass ist längst vom Tisch, das Thema aber noch lange nicht. Das Justizministerium hat in dieser Woche eine neue Regelung vorgelegt - als Gesetzentwurf, der im Parlament diskutiert werden soll. Mehrere Abgeordnete haben bereits erklärt, dass sie weiterhin bei Amtsmissbrauch auf Straffreiheit drängen wollen.

Der große Massenprotest in Bukarest ist längst vorüber, dennoch harren einige Demonstranten vor dem Regierungsgebäude weiter aus. Mal sind es zehn, mal 50, mal 100 - ob im Schnee, Dauerregen oder Abendsonne. Warum kommen sie immer noch allabendlich zusammen? Wir haben nachgefragt.

Über dieses Thema berichtete MDR AKTUELL im: TV | 17.02.2017 | 17:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 22. April 2017, 15:23 Uhr