Gesunde Beere Aronia anbauen und pflegen

botanisch: Aronia

Aroniabeeren gelten als Superfood. Ob all diese Versprechen, die damit verbunden werden, wirklich zutreffen, sei dahingestellt. Gesund sind die Apfelbeeren jedoch zweifellos und sie lassen sich problemlos im eigenen Garten kultivieren. Gärtnerisch sind sie anspruchslos und stechen durch ihre Trockenheitstoleranz hervor. Somit sind die Beeren eine interessante Ergänzung im Obstgarten.

Aroniabeeren, Apfelbeeren
Aroniabeeren sind sehr gesund und leicht anzubauen. Bildrechte: MDR/Dörthe Gromes

Herkunft und Arten der Aroniabeeren

Aroniabeeren stammen ursprünglich aus dem östlichen Nordamerika. Der Botaniker und Pflanzenzüchter Iwan Mitschurin brachte die Beere Anfang des 20. Jahrhunderts als vielversprechendes, robustes Obst nach Russland. Von dort aus verbreitete sich die Beere nach Europa. Seit einigen Jahren werden ihr allerlei gesundheitliche Wirkungen zugeschrieben.

Insgesamt gibt es nur drei Aronia-Arten, im Obstanbau werden vor allem Sorten der Filzigen Apfelbeere (Aronia arbutifolia) und der Schwarzen Apfelbeere (Aronia melanocarpa) verwendet. Es gibt veredelte und nicht veredelte Aronia-Sorten. Letztere sind robuster als die veredelten Exemplare.

Standort und Bodenansprüche von Aroniabeeren

Die Beeren wachsen an Sträuchern, die ein bis zwei Meter groß werden können. Sie sind entweder als Topfware oder wurzelnackt erhältlich. Besondere Ansprüche an den Boden stellt die Pflanze nicht, sie bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Unter den Strauch können Sie gern Bodendecker setzen.

Die Blüten sind selbstbefruchtend, allerdings erhöht es den Ertrag, wenn Sie mindestens zwei Aroniasträucher im Garten haben.

Pflege von Aroniabeeren

Aroniabeeren müssen nicht unbedingt gedüngt werden, aber man kann den Pflanzen mit organischem Dünger (Kompost, abgelagerter Mist, Hornspäne) von Zeit zu Zeit etwas Gutes tun.

Gießen ist außer in sehr trockenen Sommern nicht notwendig. Der Strauch bildet ein dichtes, tiefreichendes Wurzelgeflecht aus.

Apfelbeeren sind kaum anfällig gegenüber Krankheiten.

Geschnitten werden Aroniasträucher nur selten. In den Anfangsjahren sollten Sie auf den Aufbau einer gleichmäßig gewachsenen Krone achten. Wird der Strauch im Inneren zu dicht, ist ein Verjüngungsschnitt angezeigt.

Aronia-Beeren
Frisch schmecken Aroniabeeren sehr sauer, deshalb werden sie meist verarbeitet. Bildrechte: imago/Pixsell

Ernte und Verarbeitung von Aroniabeeren

Apfelbeeren reifen im Spätsommer und bleiben bis Anfang Oktober am Strauch. Je später geerntet wird, desto intensiver schmecken sie. Frische Aroniabeeren schmecken sehr säuerlich und hinterlassen ein pelziges Gefühl auf der Zunge, weil sie viele Gerbstoffe enthält. Aus diesem Grund werden Aroniabeeren meist verarbeitet: Getrocknet, als Saft, Gelee oder Marmelade.

Im Sommer jeden Tag eine Handvoll frische Aroniabeeren essen, tut der Gesundheit unglaublich gut.

Susanna Schaefer, Hobbygärtnerin aus Erfurt

Aroniabeeren und Blausäure Aroniabeeren enthalten in den Kernen geringe Mengen an Amygdalin, ein Stoff der im Körper Blausäure freisetzen kann. Jedoch ist der regelmäßige Verzehr von Aroniaprodukten und frischen Beeren in kleinen Mengen für die Gesundheit unproblematisch.

Gartenschmuck und Nahrung für Vögel

Selbst wer dem Geschmack der Beeren nichts abgewinnen kann: Mit ihren weiß-rosa Blüten im Frühjahr und den intensiv roten Blättern im Herbst sieht der Strauch einfach schön aus. Und die Vögel wissen die sauren Beeren sehr zu schätzen.

Reife Aroniabeeren Detail mit Tropfen
Die Blätter der Aroniasträucher färben sich im Herbst leuchtend rot. Bildrechte: Aronia-ORIGINAL
Auf einen Blick
Heimat Nordamerika
Pflanzenfamilie Rosengewächse (Rosaceae)
Wuchs Strauch
Blüte ja
Früchte ja
Standort sonnig bis halbschattig
Boden keine speziellen Ansprüche
Winterhart ja
Mehrjährig ja
Besonderheiten selbstfruchtend

Quelle: MDR Garten

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 01. August 2021 | 08:30 Uhr