Winterharte Gartenkräuter - Frostschutz für Kübel und Beet

Viele Kräuter sind mehrjährig und winterhart und können - mit einem leichten Schutz aus Blättern und Reisig - im Gartenbeet oder auch im Kübel draußen bleiben.

Verschiedene Salbeipflanzen im Topf.
Verschiedene Salbeipflanzen im Topf. Bildrechte: MDR/ Daniela Dufft

Salbei

Salbei ist robust und kann einfach im Beet bleiben. Ganz wichtig: Schneiden Sie die Pflanze im Herbst nicht mehr so stark zurück. Die Wunden können sonst nicht heilen. Exotische Salbeiarten wie Pfirsichsalbe sind allerdings nicht winterhart. Er sollte hell bei etwa 10 bis 15 °C überwintert werden.

Verschiedene Kräuter im Garten
Salbei zählt zu den robustesten Gartenkräutern. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Rosmarin

Rosmarin ist bedingt winterhart. In milden Wintern (bis minus 5 °C) kann Rosmarin auf dem Beet bleiben und dort geschützt werden. Pflanzen Sie ihn deshalb grundsätzlich an einen geschützten Platz. Auch im Topf kann das Würzkraut an einem geschützten Standort im Garten überwintert werden. Ein Vlies oder auch Reisig hilft bei leichten Frösten. Bei starken Frösten muss Rosmarin ins Winterquartier umziehen. Ausgepflanzt hat Rosmarin nur dann eine Chance den Winter zu überstehen, wenn er schon im Frühjahr an einen sehr geschützten Standort gepflanzt wird. So hat die Pflanze ausreichend Zeit bis zum Winter gut anzuwachsen. Empfehlenswert ist ein durchlässiger Boden.

Zwischen Rosmarin steht ein Schild mit dem botanischen Namen 'Rosmarinus officinalis'.
Milde Winter übersteht Rosmarin auch im Gartenbeet. Bildrechte: MDR/Michael Wenkel

Thymian

Viele Thymiansorten können im Winter im Beet bleiben. Thymian ist immergrün. Bei starker Kälte kann er zurückfrieren. Ein lockerer Schutz aus Reisigzweigen schützt vor Wintersonne. Robuste Arten treiben im Frühjahr neu aus. Bestimmte Sorten, zum Beispiel der Zitronenthymian ist allerdings empfindlich und übersteht kalte Winter nicht draußen auf dem Beet.

Winzige rosa Blüten des polsterartig wachsenden Thymians in einem Steingarten
Hat sich Thymian erst einmal etabliert, wird er schnell ein schöner Bodendecker. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner

Pfefferminze

Viele Pfefferminzarten sind frostunempfindlich. Bis in den Herbst können die Triebe mit den frischen Blättern geerntet werden. Schneiden Sie die Pfefferminze aber nicht zu spät, damit Wunden Zeit haben, zu heilen. Im Frühjahr treibt Pfefferminze neu aus. Pfefferminzen mit Frucht- oder besonderem Aroma sind nicht so langlebig wie Minzen mit dem klassischen Minzaroma.

Pfefferminze wächst in einem Blumentopf
Pfefferminze treibt im Frühjahr neu aus. Bildrechte: MDR/ Brigitte Goss

Oregano

Oregano (Origanum vulgare) wird oft mit dem "Wurstkraut" Majoran (Origanum majorana) verwechselt. Oregano ist mehrjährig und heimisch. Majoran ist hingegen einjährig. Der Griechische Oregano ist etwas empfindlicher. Auf dem Beet sollte die mediterrane Pflanze mit Laub, Reisig oder einem Vlies vor Frost geschützt werden. Da der wilde Oregano sich aussät, kann man ihn an warmen Standorten im ganzen Garten wiederfinden.

Blühender Oregano
Origanum vulgare ist winterhart. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft

Bergbohnenkraut

Es gibt einjähriges Sommerbohnenkraut und mehrjähriges Winterbohnenkraut, auch Bergbohnenkraut genannt. Letzteres hat, an einem geschützten Standort mit Laub und Reisig abgedeckt, gute Chancen, den Winter draußen zu überstehen. Eine zusätzliche Gefahr für das Bergbohnenkraut im Winter ist ein zu feuchter Standort, Nässe verträgt das Kraut nicht.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 08. November 2020 | 08:30 Uhr

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