Leopard, Puma, Marder Überblick: Diese Panzer hat Deutschland

Deutschland schickt Leopard-Panzer in die Ukraine. Das steht seit Ende Januar fest. Aber welche Modelle gibt es eigentlich bei der Bundeswehr? Ab wann gilt ein Fahrzeug als Panzer? Und warum haben alle deutschen Panzer Tiernamen? Ein Überblick.

Panzer und Hubschrauber auf einem Übungsfeld in Aktion.
Die Bundeswehr hat viele verschiedene Panzer. (Archivbild) Bildrechte: dpa

Beim Wort "Panzer" denken die meisten wahrscheinlich an ein auf Ketten fahrendes Gefährt mit drehbarer Kanone. Allerdings gibt es der Bundeswehr zufolge gar keine einheitliche Definition für Panzer. Alle hätten zwar gemeinsam, dass sie durch ihre Außenhülle mehr oder weniger gut gegen Angriffe geschützt sind. Es sei aber nicht festgelegt, wie stark dieser Schutz sein muss, damit ein Fahrzeug als Panzer durchgeht. Demnach muss zum Beispiel auch nicht jeder Panzer auf Ketten fahren. Modelle wie der Transportpanzer Fuchs haben nämlich Räder.

Kampfpanzer

Kampfpanzer sind die am stärksten gepanzerten Kampffahrzeuge. Sie zeichnen sich durch eine hohe Beweglichkeit aus, haben einen rundum schwenkbaren Turm sowie eine großkalibrige Kanone. Mit diesem Panzertyp werden gegnerische Stellungen und Panzer bekämpft.

Kampfpanzer Leopard 2

Der Leopard 2 der Firma Rheinmetall ist einer der modernsten Kampfpanzer der Welt. Seine aktuellste Version ist der Leopard 2 A7. Er verfügt über eine 120 Millimeter-Glattrohrkanone, mit der er Ziele bekämpfen kann, die bis zu 5.000 Meter entfernt sind. Der Panzer bietet Platz für vier Soldaten. Er kann mithilfe eines sogenannten Unterwasserfahrschachts auch durch Gewässer von bis zu vier Metern Tiefe fahren.

Mit dem Leopard 2 können sowohl stehende als auch bewegte Ziele beschossen werden. Er verfügt über ein Hauptzielfernrohr mit Laserentfernungsmesser und Wärmebildgerät und kann dadurch auch in der Nacht kämpfen. Er kommt weltweit zum Einsatz.

Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten bereits seit 1979. In den kommenden Jahren soll sie insgesamt 104 neue Leopard 2-Panzer des Typs A7 erhalten. Ältere Modelle werden ausgemustert oder an andere Länder gegeben. Deutschland soll dem Bericht "Military Balance 2022" zufolge aktuell mehr als 300 Leopard 2-Panzer verschiedener Serien besitzen.

Kampfpanzer Leopard 2 A7V der Bundeswehr 2 min
Bildrechte: dpa
2 min

Warum heißt das eigentlich Leopard 2? Ganz einfach: So viele Panzer sind sofort einsatzbereit. Von diesen zwei Panzern schicken wir 14 in die Ukraine und beenden damit hoffentlich den Krieg.

MDR THÜRINGEN - Das Radio So 29.01.2023 07:20Uhr 02:29 min

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Die Ukraine erhält von Deutschland in den nächsten drei Monaten 14 Leopard 2-Kampfpanzer.

Technische Daten: Motorleistung: 1.500 PS
Höchstgeschwindigkeit: 68 km/h
Bewaffnung: 120-mm-Bordkanone, zwei Maschinengewehre vom Typ MG3
Besatzung: 4 Soldaten
Gewicht: 63,9 Tonnen

Kampfpanzer der Bundeswehr vom Typ Leopard 2 A7V fahren über den Truppenübungsplatz.
Der Leopard 2 gilt als einer der modernsten Kampfpanzer. (Archivbild) Bildrechte: dpa

Schützenpanzer

Schützenpanzer sind leichter gepanzert als Kampfpanzer, können dafür aber mehr Soldaten transportieren. Sie bieten annähernd den gleichen Schutz wie Kampfpanzer und unterstützen sie an vorderster Front. Schützenpanzer haben entweder eine Kanone oder sind mit panzerbrechenden Lenkflugwaffen ausgestattet. Das Wort Schützenpanzer kommt nicht von Schützen im Sinne von Schutz, sondern wird von dem Begriff "Schützen" für Soldaten abgeleitet.

Schützenpanzer Puma

Der Schützenpanzer Puma ist mit einer 30 Millimeter Maschinenkanone ausgestattet und bis zu 70 Kilometer pro Stunde schnell. Dank seiner stabilisierten Waffenanlage kann er auch in Bewegung treffsicher feuern. Integrierte Führungssysteme ermöglichen dem Kommandanten des Panzers, die kämpfenden Soldaten zu kontaktieren.

Technische Daten: Motorleistung: 1.088 PS
Höchstgeschwindigkeit: 70 km/h
Bewaffnung: 30 mm-Bordkanone, Maschinengewehr
Besatzung: 3 bis 6 Soldaten
Gewicht: 43 Tonnen

Schützenpanzer der Bundeswehr vom Typ Puma fahren während einer Gefechtsvorführung über den Übungsplatz.
Der Schützenpanzer Puma ist der Nachfolger des Schützenpanzers Marder 1. (Archivbild) Bildrechte: dpa

Schützenpanzer Marder 1

Der Schützenpanzer Marder 1 wurde bereits zu Zeiten des Kalten Kriegs entwickelt und ist der Vorgänger des Schützenpanzers Puma. Er ist mit einer 20 Millimeter-Bordmaschinenkanone, einem Maschinengewehr MG3 und einer Nebelwurfanlage ausgestattet. Der Marder ist dank eines Wärmebildgeräts bei Tag und Nacht sowie unter allen Witterungsbedingungen einsetzbar.

Technische Daten: Motorleistung: 600 PS
Höchstgeschwindigkeit: 65 km/h
Bewaffnung: 20 mm-Bordmaschinenkanone, Maschinengewehr MG3, Panzerabwehrwaffe MILAN
Besatzung: 9 Soldaten
Gewicht: 38,5 Tonnen

Ein Schützenpanzer der Bundeswehr vom Typ Marder, der von Rheinmetall Landsysteme gebaut wird, fährt bei der Informationslehrübung Landoperationen 2019 über ein Hindernis.
Der Marder 1 ist schon seit dem Kalten Krieg im Bestand der Bundeswehr. (Archivbild) Bildrechte: dpa

Transportpanzer

Transportpanzer befördern Soldaten, Verletzte und Munition. Ihre Panzerung ist deutlich schwächer als die des Schützenpanzers und hält keinen schweren Waffen stand. Sie sind mit Maschinengewehren oder Granatmaschinenwaffen ausgestattet. Manche haben Räder, andere Ketten.

Transportpanzer Fuchs

Der Transportpanzer Fuchs ist ein gepanzertes Radfahrzeug und wird in zahlreichen Versionen genutzt. Einige Panzer sind schwimmfähig, andere haben einen zusätzlichen Schutz vor Minen und Sprengfallen. Der Fuchs wird als Gruppenfahrzeug der Aufklärungstruppe oder zum Transport von Ausrüstung genutzt. Er hat Platz für bis zu zehn Soldaten.

Technische Daten: Motorleistung: 320 PS
Höchstgeschwindigkeit: 105 km/h
Bewaffnung: optional
Besatzung: bis zu 10 Soldaten
Gewicht: bis zu 23,5 Tonnen

Ein Fuchs Transportpanzer fährt auf dem Gelände der Albkaserne.
Den Fuchs gibt es in verschiedenen Varianten. (Archivbild) Bildrechte: dpa

Gepanzertes Transport-Kraftfahrzeug (GTK) Boxer

Das gepanzerte Transport-Kraftfahrzeug Boxer gibt es in vier Versionen. Es wird für Gruppentransporte und für die Fahrschule genutzt und dient als Führungs- und Sanitätsfahrzeug. Er soll die Überlebensfähigkeit der Besatzung unter schwierigen Umweltbedingungen erhöhen. Der Boxer kann mit einem Granatmaschinenwerfer oder einem schweren Maschinengewehr ausgestattet sein. Bis zu zehn Soldaten passen in das Fahrzeug.

Technische Daten: Motorleistung: 720 PS
Höchstgeschwindigkeit: 103 km/h
Bewaffnung: Granatmaschinenwaffe oder Maschinengewehr
Besatzung: bis zu 10 Soldaten
Gewicht: bis zu 36,5 Tonnen

Ein Gepanzertes Transport-Kraftfahrzeug, GTK Boxer.
Der GTK Boxer wird auch für die Fahrschule genutzt. (Archivbild) Bildrechte: dpa

Spähpanzer

Späh- oder Aufklärungspanzer sind kleine bewaffnete Kampffahrzeuge. Sie haben meist Räder statt Ketten und können sich sehr leise und schnell fortbewegen. Ihre Aufgabe ist es, feindliche Stellungen und Bewegungen zu beobachten.

Spähwagen Fennek

Der Spähwagen Fennek ist ein leicht gepanzertes Fahrzeug mit Rädern und der Nachfolger des Spähpanzers Luchs. Er verfügt über eine hochauflösende Kamera, Nachtsicht, Wärmebildgerät und einen Laserentfernungsmesser. Der Spähwagen kann in fast jedem Gelände eingesetzt werden.

Technische Daten: Motorleistung: 240 PS
Höchstgeschwindigkeit: 62 km/h
Bewaffnung: 40 mm Granatmaschinenwaffe oder Maschinengewehr MG3
Besatzung: 3 Soldaten
Gewicht: 11,8 Tonnen

Der Radpanzer Fennek auf dem Gelände der Albkaserne.
Der Fennek ist nach dem gleichnamigen Wüstenfuchs benannt. (Archivbild) Bildrechte: dpa

Spezialpanzer

Spezialpanzer sind Kampffahrzeuge mit besonderem Zweck. Es handelt sich dabei um Spezialgeräte, die auf Fahrgestellen von Kampfpanzern angebracht und für ihre jeweilige Funktion optimiert sind. So ist der Bergepanzer 3 zum Beispiel eine Art "Abschleppwagen“ für liegengebliebene Kampfpanzer, der Brückenlegepanzer Leguan kann innerhalb von Minuten eine Brücke verlegen und mithilfe von Pionierpanzern wie dem Dachs können Stellungen gegraben oder Hindernisse beseitigt werden.

Pionierpanzer Dachs

Der Pionierpanzer Dachs wird für Räum-, Bagger- und Bergungsarbeiten eingesetzt. Er kann sowohl Stellungen für Kampfpanzer vorbereiten als auch unwegsames Gelände befahrbar machen. Mithilfe seines Baggerarms und dem Räumschild kann er zum Beispiel Lasten heben. Darüber hinaus verfügt der Pionierpanzer auch über ein Gerät zum Schneiden und Schweißen.

Technische Daten: Motorleistung: 830 PS
Höchstgeschwindigkeit: 62 km/h
Bewaffnung: Flugabwehrmaschinengewehr Kaliber 7,62 mm
Besatzung: 3 Soldaten
Gewicht: 43 - 44 Tonnen

Soldaten der Bundeswehr helfen mit einem Pionierpanzer Dachs bei Aufräumarbeiten.
Der Dachs kann mit seinem Baggerarm auch Lasten heben. (Archivbild) Bildrechte: dpa

Bergepanzer 3 Büffel

Der Bergepanzer 3 Büffel ist ein gepanzertes Vollkettenfahrzeug. Seine Besatzung birgt und schleppt schwere Panzer in Gefechten ab. Die Soldaten sichern mit dem Bergepanzer auch Kettenfahrzeuge, die ein Gewässer durchqueren oder unterstützen bei Reparaturen. Der Bergepanzer kann zudem Hindernisse aus dem Weg räumen und Erde abtragen.

Technische Daten: Motorleistung: 1.500 PS
Höchstgeschwindigkeit: 68 km/h
Bewaffnung: Flugmaschinenabwehrmaschinengewehr Kaliber 7,62 mm
Besatzung: 3 Soldaten
Gewicht: 55,3 Tonnen

Ein Bergepanzer Büffel
Der Büffel dient zum bergen und Abschleppen von Kettenfahrzeugen. Auch wird er zur Absicherung bei Gewässerdurchfahrten eingesetzt. Bildrechte: IMAGO / Sven Eckelkamp

Brückenlegepanzer Biber

Der Brückenlegepanzer Biber basiert auf dem Fahrgestell des Leopard 1 und kann innerhalb von zwei bis drei Minuten eine 22 Meter lange Brücke verlegen. Diese besteht aus zwei 11 Meter langen Einzelteilen. Mithilfe des Panzers können Soldaten Gräben, Schluchten und Gewässer überqueren. Die vier Meter breite Brücke trägt schwere Fahrzeuge, zum Beispiel den Schützenpanzer Puma. Weil die heute verwendeten Versionen des Kampfpanzers Leopard 2 zu schwer für die Brücke des Biber-Panzers sind, hat die Bundeswehr den Nachfolger Leguan eingeführt.

Technische Daten: Motorleistung:  830 PS
Höchstgeschwindigkeit: 62 km/h
Bewaffnung: keine
Besatzung:  2 Soldaten
Gewicht: 45,3 Tonnen

Ein Brückenlegepanzer Biber.
Der Biber ist seit den 1970er-Jahren im Bestand der Bundeswehr. (Archivbild) Bildrechte: IMAGO / Sven Eckelkamp

Brückenlegepanzer Leguan (Gefechtsfeldbrücke)

Der Brückenlegepanzer Leguan ist der Nachfolger des Brückenlegepanzers Biber und seit 2019 im Einsatz. Seine vier Meter breite Brücke trägt maximal 90 Tonnen Gewicht, sodass sie von allen Kampffahrzeugen genutzt werden kann. Der Leguan basiert auf dem Fahrgestell des Leopard 2 und kann je nach Bedarf eine 26 Meter lange oder zwei 14 Meter lange Brücken ausfahren.

Technische Daten: Motorleistung: 1.500 PS
Höchstgeschwindigkeit: 65 km/h
Bewaffnung: keine
Besatzung: 2 Soldaten
Gewicht: 64,5 Tonnen

Brückenlegepanzer Leguan
Der Leguan wird auch als Gefechtsfeldbrücke bezeichnet. (Archivbild) Bildrechte: IMAGO/Sven Eckelkamp

Schwimmschnellbrücke Amphibie M3

Die Schwimmschnellbrücke Amphibie M3 wird genutzt, um Gewässer zu überqueren. Sie kann dabei sowohl als Brücke als auch als Fähre fungieren. Acht Amphibien M3 können in 20 Minuten eine 100 Meter lange Brücke bauen.

Technische Daten: Motorleistung: 343 PS
Höchstgeschwindigkeit: 80 km/h
Bewaffnung: keine
Besatzung: 3 Soldaten
Gewicht: 26 Tonnen

Amphibische Brückenfahrzeuge vom Typ M3 während einer Übung auf einem Fluss
Mit der Schwimmschnellbrücke können Truppen zum Beispiel Flüsse überwinden. (Archivbild) Bildrechte: imago images / Sven Eckelkamp

Minenräumpanzer Keiler

Der Minenräumpanzer Keiler ist ein Kettenfahrzeug, das es der Truppe ermöglicht, ein Minenfeld zu überqueren. Dafür gräbt der Keiler sich mit einer knapp fünf Meter breiten schwenkbaren Räumvorichtung bis zu 25 Zentimeter in den Boden. Dabei zerstört er offen und verdeckt liegende Minen oder bringt sie zur Detonation. Die rotierenden Elemente an der Vorrichtung werden wegen ihres Aussehens auch "Elefantenfüße" genannt.

Technische Daten: Motorleistung: 1.112 PS
Höchstgeschwindigkeit: 48 km/h
Bewaffnung: keine
Besatzung: 2 Soldaten
Gewicht:  53 Tonnen

Ein Minenräumpanzer vom Typ "Keiler im Feld.
Der Keiler bahnt den Soldaten den Weg durch ein Minenfeld. (Archivbild) Bildrechte: dpa

Flugabwehrpanzer und Panzerhaubitzen

Waffensysteme wie der Flugabwehrpanzer Gepard oder die Panzerhaubitze 2000 sind der Bundeswehr zufolge streng genommen keine Panzer, sondern Waffenträger. Sie bestehen aus einem gepanzerten Kettenfahrgestell und einem Geschütz. Bei diesen Fahrzeugen geht es weniger um den Schutz von Besatzung und Gerät, sondern eher um die Beweglichkeit der montierten Waffe.

Panzerhaubitze 2000

Die Panzerhaubitze 2000 ist eines der modernsten Artilleriegeschosse weltweit und mit einer 155-Millimeter-Rohrwaffe ausgestattet. Mit der Standardmunition kann die Haubitze Ziele in 30 Kilometern Entfernung treffen, mit sogenannter reichweitengesteigerter Munition sogar Ziele in 40 Kilometern Entfernung. Außerdem ist es möglich, bis zu sechs Granaten so abfeuern, dass sie gleichzeitig im Ziel einschlagen. Durch einen speziellen Zünder kann beeinflusst werden, wann die Granaten explodieren. Die Panzerhaubitze 2000 ist normalerweise mit fünf Soldaten besetzt, kann aber auch von drei Soldaten bedient werden.

Technische Daten: Motorleistung:  1.000 PS
Höchstgeschwindigkeit: 60 km/h
Bewaffnung: 155 mm-Rohrwaffensystem
Besatzung: 3 bis 5 Soldaten
Gewicht: 57 Tonnen

Ein Geschütz vom Typ Panzerhaubitze 2000 der Bundeswehr der NATO
Die Panzerhaubitze 2000 gehört zu den modernsten Artilleriegeschütze der Welt. (Archivbild) Bildrechte: dpa

Panzermörser M113

Der Panzermörser wird im Kampf gegen leicht- oder ungepanzerte Fahrzeuge eingesetzt. Er ist mit einem sogenannten Mörser des Kalibers 120 Millimeter ausgestattet. Ein Mörser ist ein Steilfeuergeschütz mit kurzem Rohr. Mit ihm werden hochexplosive Patronen, Leucht-, Nebel- und Übungsmunition verschossen.

Technische Daten: Motorleistung: 300 PS
Höchstgeschwindigkeit: 62 km/h
Bewaffnung: Mörser, Kaliber 120 mm
Besatzung: 3 Soldaten
Gewicht: 12,8 Tonnen

Kettenfahrzeug Panzermörser M113.
Der Mörser trifft Ziele, die bis zu 6,3 Kilometer entfernt sind. (Archivbild) Bildrechte: IMAGO/Björn Trotzki

Waffenträger Wiesel 1

Der Waffenträger Wiesel ist ein leichtgepanzertes Kettenfahrzeug, das auch per Helikopter transportiert werden kann. Je nach Modell, ist er entweder mit der Panzerabwehrwaffe TOW 2 oder einer 20 Millimeter-Maschinenkanone ausgestattet. Der Wiesel kann bei Bedarf auch mit Wärmebildgerät und Laserentfernungsmesser für den Einsatz bei Nacht ausgerüstet werden. Der Wiesel 1 TOW hat eine Schussweite von 3.750 Metern, der Wiesel 1 A3 MK kommt auf 1.100 Meter. Der Waffenträger Wiesel wird unter anderem eingesetzt, um Panzer abzuwehren oder Geländeabschnitte zu überwachen.

Technische Daten: Wiesel 1 TOW
Motorleistung: 87 PS
Höchstgeschwindigkeit: 80 km/h
Bewaffnung: Bordmaschinengewehr Kaliber 7,62 mm, Flugabwehrmaschinengewehr Kalbiber 7,62 mm, Lenkflugkörpersystem 1 A2 TOW
Besatzung: 3 Soldaten
Gewicht: 2,86 Tonnen

Wiesel 1 A3 MK
Motorleistung: 87 PS
Höchstgeschwindigkeit: 80 km/h
Bewaffnung: Bordmaschinenkanone 20 mm
Besatzung: 2 Soldaten
Gewicht: 2,92 Tonnen

Das leichte gepanzerte Kettenfahrzeug der Bundeswehr vom Typ Wiesel 1.
Der Wiesel 1 wird zum Beispiel von Fallschirmjägern genutzt. (Archivbild) Bildrechte: dpa

Waffenträger Wiesel 2

Der Waffenträger Wiesel 2 ist der Nachfolger des Wiesel 1. Er ist größer und bietet mehr Platz für Ladung und Besatzung. Es gibt ihn in verschiedenen Ausführungen wie dem Wiesel 2 Sanitätstrupp oder dem Wiesel 2 Ozelot. Der Wiesel kann wie sein Vorgänger per Helikopter transportiert werden und kommt mit schwierigem Gelände klar.

Technische Daten: Wiesel 2 Sanitätstrupp
Motorleistung: 110 PS
Höchstgeschwindigkeit: 50 km/h
Bewaffnung: keine
Besatzung: 3 Soldaten
Gewicht: 3,9 Tonnen

Wiesel 2 Ozelot
Motorleistung: 110 PS
Höchstgeschwindigkeit: 70 km/h
Bewaffnung: Lenkflugkörpersystem Stinger
Besatzung: 2 Soldaten
Gewicht: 4,3 Tonnen

Das leichte gepanzerte Kettenfahrzeug der Bundeswehr vom Typ Wiesel 2.
Der Wiesel 2 in der Ausführung für den Sanitätstrupp. (Archivbild) Bildrechte: dpa

Raketenwerfer Mars 2

Der Mars 2 ist ein Waffensystem, das mit einer autonomen Flächenfeuerwaffe ausgestattet ist. In Verbindung mit einer Lenkrakete können aber auch einzelne Ziele präzise bekämpft werden. Je nach Munitionstyp kann er Ziele in einer Entfernung zwischen 14 und 84 Kilometern treffen und 12 Raketen in 55 Sekunden abschießen. Der Mars 2 ist der Nachfolger des Mars 1. Äußerlich neu ist nur eine GPS-Antenne auf dem Dach. Er wurde aber auch technisch aufgerüstet. So wurde zum Beispiel die Zeit zum Be- und Entladen der Munition deutlich verkürzt.

Technische Daten: Motorleistung: 500 PS
Höchstgeschwindigkeit: 50 km/h
Bewaffnung: 12 Raketen
Besatzung: 3 Soldaten
Gewicht: 25,5 Tonnen (mit Munition)

Ein Raketenwerfer vom Typ "Mars" auf dem Hof.
Der Mars 2 wurde auch an die Ukraine geliefert. (Archivbild) Bildrechte: dpa

Warum deutsche Panzer Tiernamen haben

Panzer werden in Deutschland nach Tieren benannt, um auf bestimmte Eigenschaften des Fahrzeugs hinzuweisen. So lassen sich mit dem Brückenlegepanzer Biber zum Beispiel Gewässer überqueren, der Pionierpanzer Dachs gräbt sich durch die Erde und der Schützenpanzer Marder, passt sich wie sein tierisches Pendant dem Gelände an, auf dem gekämpft wird.

Die ersten Panzer mit Tiernamen waren der Panther, der Tiger und der Königstiger. Die Wehrmacht begann 1942, den Panzern Raubtiernamen zu geben. Sie wollte sie damit in der Bevölkerung beliebter machen. Als die neu gegründete Bundeswehr in den 1960ern von US-amerikanischer auf deutsche Militärausrüstung umstieg, blieb sie dabei und nannte den ersten neuen Kampfpanzer Leopard.

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Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 27. Januar 2023 | 12:00 Uhr

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