Nahverkehr in Mitteldeutschland Höhere Fahrpreise beim MDV

Wegen gestiegener Energie- und Kraftstoffpreise sind die Tickets des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes (MDV) seit 1. August um rund zwei Prozent teurer. Laut MDV decken die angekündigten Preissteigerungen allerdings nur einen geringen Teil der Mehrkosten. Der Verbund schlägt Alarm und warnt vor weiteren Einschnitten im Nahverkehr.

An einer Haltestelle steht ein Automat für Tickets für Bahn, Bus und S-Bahn der Leipziger Verkehrsbetriebe und des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes.
Zum 1. August 2022 hat der Mitteldeutsche Verkehrsverbund die Preise erhöht. Bildrechte: dpa

Der Mitteldeutsche Verkehrsverbund (MDV) hat zum 1. August die Preise erhöht. Wie der MDV mitteilte, decken die Steigerungen um rund zwei Prozent aber nur einen geringen Teil der gestiegenen Gesamtkosten. Ab dem kommenden Jahr fehlten nach einer ersten Schätzung 70 Millionen Euro jährlich.

Gestiegene Energiepreise – Hilfe vom Bund gefordert

Hauptauslöser für die Schieflage seien die enorm gestiegenen Energiepreise. Sollte das Finanzloch nicht geschlossen werden, drohten "massive Einschnitte im Verkehrsangebot im ersten Halbjahr 2023". Der MDV forderte kurzfristige Unterstützung von Bund und Ländern.

Zum Verbund gehören in Sachsen-Anhalt die Städte Halle und Dessau-Roßlau sowie der Saalekreis und der Burgenlandkreis. Außerdem sind Stadt und Landkreis Leipzig, Nordsachsen und das Altenburger Land im MDV.

Gute Nachrichten für Abo-Kunden

Der Verkehrsverbund hat zum 1. August außerdem das aus Leipzig bekannte ABO Flex auf das im gesamten Verbundgebiet ausgeweitet. Mit dem Abo-Ticket sparen Kunden bis zu 50 Prozent für Einzelfahrten.

MDR (Karin Roxer, Anne Gehn-Zeller), dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 15. Juli 2022 | 14:00 Uhr

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