Bulgarien: Schatten überm Sonnenstrand

Der Sonnenstrand am Schwarzen Meer ist leer. Sonst ist er ein Touristenmagnet, auch für deutsche Urlauber. Doch in diesem Sommer ist alles anders. Allein im Juni kamen 75 Prozent weniger Besucher als im Vorjahr. Viele Hotels blieben gleich geschlossen.

Pferdekutsche mit Kutscher
Der Kutscher Dojtscho lebt mit seinem Pferdefuhrwerk von den Touristen Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Arbeit in einer anderen Branche gibt es in der Region kaum. Dojtscho Doitschev arbeitet seit 46 Jahren als Kutscher in einem Dorf in der Nähe der Schwarzmeerküste. Der Rentner muss dazu verdienen, um über die Runden zu kommen. Sein Vater war der erste Kutscher am Sonnenstrand.

Massive Verluste in der Tourismusbranche

Dojtscho hofft, dass er auch in diesem Jahr wieder trotz Corona Fahrgäste kutschieren kann. Doch der Urlaub sieht für viele in diesem Sommer anders aus, viele Gäste sind nicht gekommen, Hotels und Strände blieben leer. Trotz Reiseerleichterungen in den EU-Ländern hat die bulgarische Tourismusbranche, die jedes Jahr Milliarden Euro erwirtschaftet, massive Verluste.


Hotels schließen bereits Mitte September

Hoffnung auf Besserung haben sie am Sonnenstrand nach den massiven Umsatzeinbußen in diesem Sommer nicht mehr. Die meisten Hotels wollen schon Mitte September ihre Pforten schließen. Das bulgarische Tourismusministerium rechnet mit Umsatzeinbußen in Millionenhöhe - im ärmsten Land der EU.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Heute im Osten - Die Reportage | 05. September 2020 | 18:00 Uhr