Nach erfolgreichem Technik-Test Abiturprüfungen in Sachsen-Anhalt gestartet

24. April 2023, 10:18 Uhr

An Sachsen-Anhalts Schulen haben am Montag die Abiturprüfungen begonnen. Zuvor wurden bereits technische Probeläufe durchgeführt. Damit sollten Probleme wie zuletzt in Nordrhein-Westfalen verhindert werden. Dort mussten die Prüfungen wegen technischer Probleme verschoben werden.

In Sachsen-Anhalt sind am Montag die Abiturprüfungen für rund 5.700 Schülerinnen und Schüler gestartet. Die Prüfungen in den schriftlichen Abiturfächern beginnen mit dem Fach Biologie und enden am 8. Mai mit dem Fach Geschichte und den Profilfächern an den beruflichen Gymnasien. Die mündlichen Prüfungen stehen nach Angaben des Bildungsministeriums ab dem 14. Juni an. Bis zum 5. Juli sollen die Abizeugnisse überreicht werden.

Längere Prüfungszeiten wegen Corona-Pandemie

Laut Ministerium haben die Schülerinnen und Schüler des Abschlussjahrgangs 2023 in den Jahren 2020 und 2021 "pandemiebedingt teilweise nicht in dem Umfang Präsenzunterricht gehabt, wie er von der Stundentafel vorgesehen war." Um Nachteile zu verhindern, habe die Kultusministerkonferenz letztmalig Maßnahmen gebilligt, um Hilfestellungen zu geben, "ohne das definierte Anspruchsniveau abzusenken." Deshalb werde den Schülerinnen und Schülern unter anderem eine um 30 Minuten verlängerte Bearbeitungszeit für die Prüfungsklausuren eingeräumt.

Panne wie in NRW soll verhindert werden

Nach der Technik-Panne bei den Abiturprüfungen in Nordrhein-Westfalen hatten Sachsen-Anhalts Schulen zuvor Testläufe für die eigenen Prüfungen durchgeführt. Das Bildungsministerium teilte mit, an den Probeläufen, Prüfungsaufgaben herunterzuladen, hätten sich alle Schulen verpflichtend beteiligt. Für unerwartet auftretende Probleme gebe es zudem einen Notfallplan.

In Nordrhein-Westfalen konnten die Abiturienten wegen einer Panne beim Download der Prüfungsaufgaben statt am Mittwoch erst am Freitag in ihre schriftlichen Abschlussprüfungen starten. Die Aufgaben herunterzuladen, hatte nach Angaben des Schulministeriums in Nordrhein-Westfalen nur bei etwa jeder dritten von 900 Schulen geklappt. Zehntausende Abiturienten waren betroffen.

MDR (Leonard Schubert, Lucas Riemer, Hannes Leonard) | Artikel zuerst veröffentlicht am 21. April

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 20. April 2023 | 16:00 Uhr

2 Kommentare

Anita L. am 23.04.2023

Aller Anfang ist schwer und Digitalisierung ist kein Hype, sondern die Zukunft. Realität wagen bedeutet genau, was getan wird: Neues anwenden, auch auf die Gefahr hin, dass die ersten Anwendungen noch nicht perfekt laufen.

Shantuma am 22.04.2023

Das zum Thema, dass Digitalisierung alle Probleme löst.

Es kann Probleme lösen, aber gleichzeitig neue aufwerfen.
Ich würde mir wünschen, dass die Menschen mehr Realität wagen, anstatt jeden bekloppten Hype hinterher zusabbern, wie ein Drogenabhängiger dem Stoff.

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