Barrierefreiheit Millioneninvestition: 70 Bahnhöfe in Sachsen-Anhalt werden erneuert

Die Deutsche Bahn und das Land Sachsen-Anhalt wollen mit einer selbsternannten Sanierungsoffensive rund 70 Bahnhöfe im Land erneuern. Geplant sind längere Bahnsteige, bessere Beleuchtung – und barrierefreie Zugänge.

Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes sind am Bahnhof Stendal am Bahngleis 3 im Einsatz.
In Sachsen-Anhalt sollen rund 70 Bahnhöfe erneuert werden, teilte die Bahn mit. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Insgesamt 131 Millionen Euro wollen die Deutsche Bahn und das Land Sachsen-Anhalt in die Modernisierung von Bahnhöfen stecken. Bis 2029 sollten damit mehr als "70 kleine und mittlere Bahnhöfe in Ballungszentren sowie im ländlichen Raum" erneuert werden, teilte die Bahn am Mittwoch mit. Geplant seien längere Bahnsteige, bessere Beleuchtung, barrierefreie Zugänge und neue Monitore.

"Täglich rund 62.000 Reisende nutzen die Stationen, sagte Bernd Koch, der Vorstandsvorsitzende von DB Station & Service. "Sie werden durch die neue Vereinbarung gewinnen werden." Neben mittelgroßen Bahnhöfen sollen der Ankündigung zufolge rund 50 kleine Stationen modernisiert werden und so den Menschen der Umstieg auf die Bahn erleichtert werden.

Wie die Bahn auf ihrer Website mitteilte, sollen von dem Programm etwa die Stationen in Dessau-Mosigkau, Nebra, Teutschenthal Ost (Erneuerung der Bahnsteige) sowie die Bahnhöfe in Zielitz, Mühlanger und Jeßnitz (neue Bahnsteige, Blindenleitsystem und neue Beleuchtung) profitieren.

Verkehrsministerin Lydia Hüskens (FDP) sagte: "Wir wollen, dass die Menschen in unserem Sachsen-Anhalt alle Formen der Mobilität frei wählen können. Dafür braucht es gut ausgebaute Infrastruktur." Daran wolle man auch gemeinsam mit der Bahn arbeiten.

dpa, MDR (Hannes Leonard)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 25. Januar 2023 | 19:00 Uhr

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