Konserven mit frisch geräucherten Würstchen und Suppen stehen in der Versandabteilung
Trotz Insolvenz soll die Produktion weitergehen. Bildrechte: picture alliance/dpa | Matthias Bein

Nach Insolvenzantrag Stadt will "Halberstädter Würstchen"-Betrieb helfen

10. Dezember 2023, 12:28 Uhr

Nachdem der Produktionsbetrieb der "Halberstädter Würstchen" Insolvenz angemeldet hat, will der Oberbürgermeister Halberstadts mit dem Betreiber Halko GmbH Gespräche aufnehmen. Es solle sondiert werden, ob die Stadt helfen könne.

Die finanziellen Schwierigkeiten bei der Unternehmensgruppe Halberstädter Würstchen beschäftigen auch die Stadt. Die Meldung über die Insolvenz des Produktionsbetriebes "Halko GmbH" mit 57 Beschäftigten war für Oberbürgermeister Daniel Szarata (CDU) ein Schock.

Beschäftigte vorest abgesichert

Daniel Szarata im Porträt
Daniel Szarata war von der Insolvenz geschockt. Bildrechte: mdr/Michel Holzberger

Szarata sagte MDR SACHSEN-ANHALT, dass er in Kontakt mit dem Unternehmen steht. In Gesprächen solle sondiert werden, ob die Stadt eventuell helfen könne. Gleichzeitig habe die Unternehmensgruppe der Stadt versichert, dass die Arbeit der 57 Beschäftigten für die nächsten drei Monate gesichert sei und der Lohn gezahlt werde.

Die Produktion laufe weiter. Nach dem Vierteljahr hofft Szarata, dass die Schwierigkeiten überwunden sind.

Hohe Kosten, weniger Würstchen

Das Traditionsunternehmen Halberstädter Würstchen mit 140-jähriger Geschichte kämpft derzeit mit gestiegenen Kosten in den Bereichen Energie, Lohn und Fleisch. Zudem ist laut der Geschäftsführung der Verkauf der Würstchen zurückgegangen.

Ziel des Insolvenzverfahrens sei die Sanierung des Unternehmens mit seinen insgesamt 164 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

MDR (Michel Holzberger, Max Schörm) | erstmals veröffentlicht am 09.12.2023.

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 09. Dezember 2023 | 09:00 Uhr

18 Kommentare

Micha R vor 10 Wochen

Laut Artikel "...Nach dem Vierteljahr hofft Szarata, dass die Schwierigkeiten überwunden sind."

So, so...
Ist da überhaupt schon das Insolvenzverfahren eröffnet worden?
Wenn ja, sind da 3 Monate aber sehr optimistisch!

Mikro vor 10 Wochen

klaus.kleiner Also Ihr Kommentar strotzt vor Kompetenz und Sachverstand.Bitte mehr davon.Es gibt übrigens auch bessere Kommentare,aber auch schlechtere.

Lars K. vor 10 Wochen

Moin
Ich komme aus dem sogenannten Westen und unterscheide selbst nicht zwischen West und, oder Ost! Das Problem ist eine gesamtwirtschaftliche Situation, die allen Branchen zu schaffen macht. Siehe Energie-Politik, wo andere EU-Staaten und USA, Kanada .... günstiger und unbürokratisch sind. EU-Verfahren dauern Monate... Jahre - in USA teilweise nur Wochen. Diese Fakten wirtschaften Deutschland allgemein an die Wand. Und trotz leerer Kassen, tragen unsere Politiker, die EU das Geld weiter ins Ausland.
Also, bitte keine Unterscheidung in Ost und West. Allen alles erdenklich Gute und mehr Zusammenhalt!!!!!!! VG Lars

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