Ein Mitarbeiter der Aviation Handling Services GmbH (AHS) steht während einer Kundgebung mit einer verdi-Fahne und Warnweste («Zusammen geht mehr») auf einem Parkplatz des Flughafen Hamburg.
Verdi und Arbeitgeber im Groß- und Außenhandel konnten sich bisher nicht einigen. Nun soll es Warnstreiks geben. (Symbolbild) Bildrechte: picture alliance/dpa | Gregor Fischer

Tarifverhandlungen Warnstreik im Großhandel angekündigt

22. Juni 2023, 09:11 Uhr

Im Großhandel in Sachsen-Anhalt soll es in dieser Woche Warnstreiks geben. Zwischen Arbeitgebern und der Gewerkschaft Verdi laufen Tarifverhandlungen. Betroffen wären etwa Märkte wie Metro und Selgros in Magdeburg, aber auch große Lager für Supermärkte.

Im Groß- und Außenhandel in Sachsen-Anhalt soll es Warnstreiks geben. Das hat die Gewerkschaft Verdi nach der Tarifverhandlungsrunde am Dienstag festgelegt.

Verdi und Arbeitgeber können sich nicht einigen

Landesfachbereichsleiter Torsten Furgol sagte MDR SACHSEN-ANHALT, die Gespräche in Osterweddingen wurden ergebnislos unterbrochen. Nach den Worten Furgols haben sich die Arbeitgeber überhaupt nicht bewegt und an ihrem alten Angebot festgehalten.

Das Angebot sieht demnach ab Dezember vier, und ein Jahr später weitere 2,1 Prozent mehr Lohn vor. Außerdem böten die Arbeitgeber zwei Inflationsausgleichsprämien in Höhe von je 700 Euro an.

Gewerkschaft fordert kürzeren Tarifvertrag und mehr Gehalt

Die Gewerkschaft fordert einen kürzeren Tarifvertrag für insgesamt zwölf Monate und in dieser Zeit 13 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 400 Euro mehr pro Monat. Auszubildende sollten zudem 250 Euro mehr pro Monat erhalten.

Als Grund für die Lohnforderung gibt die Gewerkschaft die konstant hohe Inflation und einen Verlust der Kaufkraft von über acht Prozent im vergangenen Jahr an.

Streik im Lauf der Woche geplant

Konkrete Streiktermine wollte Furgol auf Nachfrage noch nicht nennen. Damit sei aber im Laufe der Woche zu rechnen. Im Groß- und Außenhandel in Sachsen-Anhalt arbeiten rund 18.000 Beschäftigte.

Die jetzigen Verhandlungen betreffen unter anderem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Metro und Selgros in Magdeburg sowie der großen Lebensmittellager, beispielsweise Edeka in Osterweddingen, Aldi in Meitzendorf und das Penny-Zentrallager bei Landsberg.

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MDR (Christoph Dziedo,Julia Heundorf)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 21. Juni 2023 | 09:00 Uhr

4 Kommentare

july_762 vor 42 Wochen

Wir bekommen als Rentner nicht mal die Hälfte, dafür brauchen wir auch nicht streiken, welch ein Glück für 20 Millionen

DanielSBK vor 42 Wochen

Wass?? Nur 13 % mehr ???

Nehmt Euch mal ein Beispiel an den Lokführern - 5x streiken im Jahr und das maxium rausholen !!!

Thommi Tulpe vor 42 Wochen

Da haben Sie aber Glück: Sie müssen ja dann nicht einkaufen, sondern eher zum Arzt.

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