Dresdner und Touristen stellen in Dresden (Sachsen) vor der Frauenkirche auf dem Neumarkt Kerzen auf, um der Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg zu gedenken.
Am 13. Februar möchten viele Menschen vor allem in Stille der Zerstörung der Stadt im Jahr 1945 gedenken. Bildrechte: picture alliance/dpa/Oliver Killig

Gedenken Ministerin Klepsch: Zeichen gegen Hass und Gewalt aus Dresden

12. Februar 2023, 18:11 Uhr

Wie in jedem Jahr steht der 13. Februar auch diesmal im Zeichen des Gedenkens an die Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg. Gleichzeitg soll auch ein Zeichen gegen Hass und Gewalt gesetzt werden. Das haben sich mehrere Veranstaltungen zum Ziel gesetzt.

Am 78. Jahrestag der Zerstörung von Dresden im Zweiten Weltkrieg soll von der Stadt neben der Erinnerung erneut ein positives Signal ausgehen. Die Menschenkette und zahlreiche Gedenkveranstaltungen an diesem Montag "senden ein starkes Zeichen für Frieden und Zusammenhalt und damit gegen Hass und Gewalt", sagte Kultur- und Tourismusministerin Barbara Klepsch (CDU). Die Geschehnisse von damals seien heute unser Antrieb, in den Anstrengungen für Frieden, Freiheit und Demokratie in Europa nicht nachzulassen, hieß es.

Sachsens Tourismusministerin Barbara Klepsch
Bildrechte: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Daniel Schäfer

Die Geschehnisse von damals sind auch heute unser Antrieb, in unseren Anstrengungen für Frieden, Freiheit und Demokratie in Europa nicht nachzulassen.

Barbara Klepsch (CDU) sächsische Kulturministerin

Das "traumatische Ereignis" vom 13. Februar 1945 sei "ein wichtiger Anlass, um den Opfern des Krieges und der nationalsozialistischen Diktatur zu gedenken", sagte sie.

Ministerin auf Nordfriedhof und in Menschenkette

Nach Ministeriumsangaben wird sich Klepsch an diesem Montag in das "Stille Gedenken" auf dem Nordfriedhof und die Menschenkette um die Innenstadt einreihen sowie das Gedenkkonzert der Sächsischen Staatskapelle am Abend in der Semperoper besuchen.

Dresden war am 13. Februar 1945 und in den Tagen danach von britischen und amerikanischen Bomben stark zerstört worden. Nach Schätzungen von Historikern starben bis zu 25.000 Menschen. Neonazis hatten in der Vergangenheit immer wieder versucht, den Gedenktag zu instrumentalisieren. Seit 2012 überwiegt das friedliche Erinnern der Bürgerschaft.

Zahlreiche Straßen gesperrt

Die Demonstrationen im Zusammenhang mit dem Gedenken zum 13. Februar in Dresden werden erneut erhebliche Verkehrseinschränkungen in der Innenstadt mit sich bringen. Wie die Stadt mitteilte, wird es durch mehrere Demonstrationszüge zu kurzfristigen Straßensperrungen innerhalb des 26er-Rings sowie in angrenzenden Bereichen kommen.

26er-Ring Der 26er-Ring gilt in Dresden als eine Art Innenstadtumfahrung. Er umfasst die Innere Altstadt, die Seevorstadt Ost, die Wilsdruffer Vorstadt sowie die Äußere und die Innere Neustadt. Der Name geht auf eine frühere Straßenbahnlinie zurück.

Auch Fahrradverkehr am 13. Februar betroffen

Neben dem motorisierten Verkehr werden sich die Demos den Angaben zufolge auch auf den Fahrradverkehr auswirken. Während der Dresdner Menschenkette wird er am 13. Februar voraussichtlich zwischen 18 und 18:15 Uhr im Innenstadtbereich kurzzeitig zum Erliegen kommen. Von etwa 20 bis 22 Uhr sind an dem Tag im gesamten Stadtzentrum erhebliche Einschränkungen im Verkehrsgeschehen zu erwarten.

DVB informieren auf Twitter über Änderungen

Betroffen ist darüber hinaus ist auch der öffentliche Personennahverkehr. Die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) veröffentlichen Änderungen im Linienverkehr fortlaufend auf Twitter. Die Polizei hat bereits im Vorfeld über das Demogeschehen informiert.

MDR (sth)

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 13. Februar 2023 | 19:00 Uhr

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