Alte Fabrik Brand in Apolda - Polizei sieht keinen Zusammenhang mit Flüchtlingsunterkunft

11. Oktober 2022, 15:34 Uhr

Nach einer Brandstiftung in Apolda gehen die Ermittler nicht von einem Zusammenhang mit der nahe gelegenen Unterkunft für Geflüchtete aus. Das sagte ein Polizeisprecher MDR THÜRINGEN. Der Brand wurde demnach nicht - wie zunächst mitgeteilt - in unmittelbarer Nähe einer Flüchtlingsunterkunft gelegt, sondern etliche Meter entfernt.

Flüchtlingsunterkunft auf anderer Seite des Gebäudes

Das Industriegelände, auf dem ein Unbekannter am Montagnachmittag einen Stapel Holzpaletten entzündete, liege zwar direkt gegenüber der Unterkunft, das Feuer wurde aber auf der anderen Seite des leerstehenden Gebäudes gelegt. Auch die in der Nähe der Flammen entdeckte Gasflasche wurde - anders als zunächst angenommen - laut Polizei sehr wahrscheinlich nicht zum Tatort gebracht. Auf dem Industriegelände sollen sich mehrere dieser alten Gasflaschen befinden. Die Staatsanwaltschaft Erfurt ermittelt weiterhin wegen Brandstiftung. Ein Sprecher sagte, das sei in solchen Fällen die übliche Praxis.

Die Polizei hatte noch am Nachmittag nach dem Brandstifter gesucht, die Suche blieb aber erfolglos. Zunächst war die Polizei davon ausgegangen, dass es zwischen dem Brand und der gefundenen Gasflasche einen Zusammenhang gibt. Bei dem Feuerwehreinsatz war ein Feuerwehrmann verletzt worden, er erlitt eine Hüftprellung.

In der Flüchtlingsunterkunft leben nach Angaben einer Sprecherin des Landratsamtes aktuell 147 Menschen aus der Ukraine, die wegen des Krieges in ihrem Heimatland nach Deutschland geflüchtet sind. An der leerstehenden Fabrik gibt es den Angaben zufolge immer wieder Vandalismus.

MDR (kk/dst/maf)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 11. Oktober 2022 | 14:00 Uhr

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