Vorderseite des Optischen Museums in Jena mit Eingangstür aus dunklem Holz. Die Fenster im Souterrain sind vergittert. Links an der Fassade hängt ein langes blaues Banner zum 90-jährigen Bestehen des Museums; darauf steht "Schatzkammer der Optik". Rechts neben dem Eingang hängt ein Schild mit der Aufschrift "Optisches Museum".
Das Optische Museum in Jena wird derzeit aufwändig saniert. (Archivbild) Bildrechte: Ines Hempel

Förderung Ausbau: Optisches Museum Jena bekommt zwei Millionen Euro vom Bund

08. Juli 2022, 18:59 Uhr

Der Bund fördert "Nationale Projekte des Städtebaus" mit insgesamt 75 Millionen Euro - zwei fließen in das Deutsche Optische Museum, das derzeit aufwändig saniert und zu einer "Erlebniswelt" ausgebaut wird. Museumsdirektor Mappes spricht von einer "ganz wichtigen Hilfe". Nach der 2025 geplanten Neueröffnung soll das Museum auch als Ausbildungsstätte für angehende Physiklehrer dienen.

Für die Modernisierung des Deutschen Optischen Museums in Jena gibt der Bund zwei Millionen Euro aus einem Programm für den Städtebau. Das Museum ist nach Angaben des Bundesbauministeriums eines von 18 nationalen Projekten des Städtebaus bundesweit, die in diesem Jahr von der Bundesförderung profitieren.

Jena: Wissenschaft, Wirtschaft und Optik-Historie an einem Ort

Die Ausstellung wird derzeit zu einer interaktiven Optik-Erlebniswelt, die Industriegeschichte, Wissenschaft und Wirtschaft verbinden soll, umgestaltet. Zudem soll das historische Gebäude, einst Optikerschule, durch einen Neubau ergänzt werden.

Museumsmitarbeiterin Dr. Ulrike Lötzsch und Gründungsdirektor Professor Timo Mappes begutachten ein L-Stativ-Mikroskop von Zeiss.
Museumsmitarbeiterin Dr. Ulrike Lötzsch und Gründungsdirektor Professor Timo Mappes begutachten ein Zeiss-Mikroskop aus der Sammlung. Bildrechte: MDR/Anke Preller

Jena ist das historische Zentrum der optischen Industrie in Deutschland, 1846 hatte der Mechaniker und Unternehmer Carl Zeiss hier eine Werkstatt für Feinmechanik und Optik gegründet.

Napoleons Schmuckfernglas 5 min
Bildrechte: MDR/Guido Ahnert
5 min

In mitteldeutschen Museen schlummern viele Objekte, die Besucher nur selten zu sehen bekommen. Wie das Schmuckfernglas von Napoleon Bonaparte im Deutschen Optischen Museum Jena. Ein Blick auf die kaiserliche Sehhilfe.

Mo 23.12.2019 12:33Uhr 05:26 min

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Nach Angaben von Museumsdirektor Timo Mappes belaufen sich die Gesamtkosten für die Modernisierung auf mehr als 40 Millionen Euro, von denen 20 Millionen Euro noch aufgebracht werden müssen.

An der Finanzierung beteiligen sich die Carl-Zeiss-Stiftung, die Ernst-Abbe-Stiftung und die Universität Jena. Für die Ausstellung steuert das Land knapp 9 Millionen Euro bei. Angesichts der derzeitigen Baukostensteigerungen seien die Mittel des Bundes eine "ganz wichtige Hilfe", sagte Mappes am Freitag. Nach der Wiedereröffnung, mit der nach seinen Angaben 2025 zu rechnen ist, soll das Museum auch als Ausbildungsstätte für angehende Physiklehrer genutzt werden.

Museum ist nationales Projekt des Städtebaus

Das Optische Museum ist einzige Einrichtung in Thüringen, die vom Bund 2022 als nationales Projekt des Städtebaus eingestuft wurde. Der Bund gibt für das Programm in diesem Jahr 75 Millionen Euro.

Der Thüringer CDU-Bundestagsabgeordnete Christian Hirte forderte am Freitag, die Städtebauförderung auf diesem hohen Niveau fortzusetzen.

MDR/dpa (ls)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 17. Juni 2022 | 17:00 Uhr

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