Löscharbeiten "Warnschuss": Feuerwehr mit Problemen bei Waldbrand im Kreis Sonneberg

Im Landkreis Sonneberg sind am Donnerstag rund 120 Feuerwehrleute zu einem Waldbrand ausgerückt. Wie Kreisbrandinspektor Mathias Nüchterlein MDR THÜRINGEN sagte, war ein Waldstück zwischen den Föritztaler Ortsteilen Oerlsdorf und Mogger in Brand geraten. Die Ursache ist noch unklar.

Feuerwehrmann löscht Feuer im Wald
Immer wieder brannte es in den vergangenen Wochen in Thüringen. (Symbolbild) Bildrechte: MDR/David Breidert

Die Feuerwehr hatte Probleme, an Löschwasser zu kommen. Eine Agrargenossenschaft half mit Tankwagen aus. Außerdem musste eine lange Schlauchleitung zu einem Löschteich gelegt werden. Verletzt wurde niemand. Eine rund 2.000 Quadratmeter große Waldfläche wurde zerstört.

Vorschlag: Mobile Wasserversorgung

Sonnebergs Vizelandrat Jürgen Köpper (CDU) spricht von einem Warnschuss. Wie er MDR THÜRINGEN sagte, reicht die Versorgung mit Löschwasser aus Teichen oder Fließgewässern wegen der Trockenheit längst nicht mehr aus. Deshalb müsse sich der Kreis Gedanken über Alternativen machen.

Köpper schlägt eine mobile Wasserversorgung mit großen Tankfahrzeugen vor. Diese könnten bis zu 30.000 Liter Wasser fassen. Außerdem appellierte Köpper an die Vernunft der Menschen. Zu oft würden beispielsweise noch brennende Zigarettenreste aus Autos auf die knochentrockenen Straßenränder geschnipst.

MDR (dst)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 29. Juli 2022 | 09:00 Uhr

2 Kommentare

funkmesser vor 9 Wochen

Ganz tolle Idee vom Landrat, Fahrzeuge mit Löschwasserinhalt bis zu 30 Tonnen im Mittelgebirge ein zu setzen😂😤, das mag ja an einzelnen Stellen funktionieren aber doch nicht in unwegsamen, steilen Gelände wo man so gut wie keine fahrbaren Wege hat welche ein Gewicht von 30 Tonnen tragen. Da werden dann lange Wegstrecken zur Wasserförderung aufgebaut werden müssen, das kostet Zeit, viel Zeit die man da nicht unbedingt hat. Besser wäre es die die kommunalen Feuerwehren mit Geländegängigen Fahrzeugen auszustatten welche mit bis zu 5000 Litern Löschwasser im Tank beweglicher sind und fast überall durch kommen, auch wenn diese des Rest des Jahres "rumstehen"
.Schlauchleitungen zur Brandbekämpfung werden da allerdings auch nach wie vor von Nöten sein. Aber wie so oft geht es da um das Geld was angeblich nicht da ist, aber in Sportstätten die kein Mensch mehr braucht verballert wird. Eine explizite Nennung der Geldvernichtungsstätte in Thüringen verkneife ich mir hier. Glück Auf ⚒

martin vor 9 Wochen

In der Landwirtschaft sind die großen Tanker doch vorhanden und werden von einigen Betrieben ausdrücklich für entsprechende Brände gefüllt vorgehalten, so dass sie im Bedarfsfall von den Schleppern "nur noch" in der Nähe des Brandherds gezogen werden müssen, damit die Wehren zusätzliches Löschwasser haben.

Weshalb für feuerwehreigene Technik dann noch extra Geld ausgegeben werden soll, vermag ich nicht zu erkennen. Das Geld sollte lieber in bessere Ausrüstung für die Bekämpfung von Flächenbränden gesteckt werden ....

Mehr aus der Region Suhl - Hildburghausen - Sonneberg - Ilmenau

Mehr aus Thüringen