Die Abbildung zeigt einen jordanischen Luftwaffenstützpunkt, von dem aus die belgische Luftwaffe ihre Luftabwürfe über Gaza durchführt, Samstag, 16. März 2024 in Amman, Jordanien.
Luftwaffen-Soldaten verladen Hilfsgüter für den Gazastreifen in eine Hercules-Transportmaschine. Bildrechte: picture alliance/dpa/Belga | Dirk Waem

Gaza-Krieg Luftwaffe wirft erste Hilfsgüter über Gazastreifen ab

16. März 2024, 16:03 Uhr

Die Luftwaffe hat erstmals Hilfsgüter über dem Gazastreifen abgeworfen. Demnach handelte es sich um vier Tonnen Lebensmittel. Die Paletten wurden an Fallschirmen aus einem Transportflugzeug abgeworfen. Die Bundeswehr hat für ihre Beteiligung an der Luftbrücke zwei Maschinen in Jordanien stationiert.

Die Bundeswehr hat erstmals Hilfsgüter über dem Gazastreifen abgeworfen. Nach Angaben der Luftwaffe handelte es sich um vier Tonnen Lebensmittel. Die Paletten seien an Fallschirmen aus einem Transportflugzeug abgeworfen und punktgenau geliefert worden.

Zwei Hercules in Jordanien stationiert

Die Luftwaffe hat für ihre Beteiligung an der Luftbrücke zwei Transportflugzeuge C-130 Hercules in Jordanien stationiert. Jede Maschine kann bis zu 18 Tonnen Last transportieren. Nach Angaben von Verteidigungsminister Boris Pistorius sollen die Transportmaschinen so oft wie möglich zu Hilfsflügen starten. Mit dem Einsatz beteiligt sich die Bundeswehr an der Luftbrücke für Gaza, die von Jordanien initiiert wurde. Auch andere Partner wie die USA oder Frankreich beteiligen sich an der Initiative.

Humanitäre Lage katastrophal

Fünf Monate nach Beginn der israelischen Offensive gegen die Hamas im Gazastreifen ist die humanitäre Lage der Zivilbevölkerung katastrophal. Nach UN-Angaben droht eine Hungerkrise, wenn die Hilfslieferungen per Lastwagen nicht ausgeweitet werden. Per Lastenabwurf allein lasse sich die Lage nicht ausreichend verbessern.

Der Internationale Gerichtshof (IGH) hatte Ende Januar nach einer Völkermord-Klage Südafrikas Israel aufgefordert, alles zu tun, um einen Völkermord an den Palästinensern im Gazastreifen zu verhindern. Aus vielen Ländern gibt es inzwischen Kritik am Vorgehen des israelischen Militärs. Die Bundesregierung hatte an Israel appelliert, die humanitäre Situation im Gazastreifen zu verbessern.

In dem Küstengebiet leben rund 2,2 Millionen Menschen. Nach UN-Angaben wurden seit Beginn des Gaza-Krieges mehr als 30.000 Menschen im Gazastreifen getötet. Mehr als 12.000 davon sind Kinder. Auslöser des Gaza-Krieges war ein Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober, in dessen Folge mehr als 1.200 Menschen getötet wurden.

dpa (dni)

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 16. März 2024 | 13:30 Uhr

5 Kommentare

Anni22 vor 13 Wochen

@Kleinfrontkämpfer So ist das nun Mal, 3 Menschen, 3 Meinungen. Aber eins ist sicher im Krieg ist es alles, aber nie verständnisvoll, human oder nachsichtig. Was meinen Sie, wie die Geiseln behandelt werden?!

kleinerfrontkaempfer vor 13 Wochen

=>Anni22
Wie verständnisvoll Sie doch argumentieren.Der ranghöchste US-Politiker jüdischen Glaubens, der Chef der US-Demokraten im Senat, Chuck Schumer äußerte sich vergangene Woche :"das Israel nicht überleben kann wenn es zum Pariah wird."
Noch Fragen?!

Maria A. vor 13 Wochen

Was fällt einem dazu ein? Dass sich mal wieder Deutschland irgendwo einmischt, anstatt sich heraus zu halten. Auch wenn es löblich erscheint, da es für den guten Zweck ist - Israels Führung wird not amused sein. Und es sollen bereits, wie man in der Zeitung las, mehrere Menschen bei vorherigen Aktionen erschlagen worden sein, wenn sich der Fallschirm von abgeworfenen Hilfsgütern nicht geöffnet hatte.

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