Wie finde ich eine Unterkunft?

Für ankommende Geflüchtete haben die Städte und Landkreise in der Regel Erstaufnahmeeinrichtungen eingerichtet. Oft befinden sich diese Wohnheime in ehemaligen Hotels, Jugendherbergen oder Gebäuden, die aus Containern zusammengesetzt sind. Menschen, die derzeit aus der Ukraine fliehen, müssen wegen ihres Schutzstatus‘ nicht zwingend in einer solchen Einrichtung leben. Die so genannte "Residenzpflicht", die für Asylbewerbende gilt, entfällt. Sich privat eine Unterkunft zu organisieren, ist also möglich.

Überall in Deutschland suchen die Verwaltungen der Städte und Landkreise daher gerade händeringend Wohnraum für Geflüchtete aus der Ukraine. Tausende Menschen haben bereits freie Wohnungen und Zimmer gemeldet. Doch feststeht: In den Großstädten war der Wohnungsmarkt schon vor dem Krieg in der Ukraine angespannt. Besonders hier sind Wohnungen rar und teuer. Besser stehen die Chancen womöglich in kleineren Städten. Die Vermittlung läuft in der Regel über die Behörden vor Ort. Inzwischen engagieren sich aber auch private Initiativen, an die sich jeder wenden kann, um eine Bleibe zu finden. Eine Übersicht:

Die neueste Initiative nennt sich "#Unterkunft Ukraine". Auf der Internetseite können Wohnungssuchende direkt eingeben, was sie brauchen und an welchem Ort. Die Mitarbeitenden der Plattform verknüpfen dann Geflüchtete mit privaten Gastgebern. Die Seite ist auf Ukrainisch, Russisch, Deutsch und Englisch verfügbar.

Eher jüngere Menschen spricht die Initiative "Zusammenleben Willkommen" an. Sie vermittelt WG-Zimmer aber auch Wohnungen.

In Leipzig sowie in den Landkreisen Leipzig und Nordsachsen unterstützt die "Kontaktstelle Wohnen" Geflüchtete dabei, eine Wohnung zu finden.

інші теми

Mikrofon im Studio mit Audio-Archiv Piktogramm
Права на зображення: MDR/Imago