Landtagswahl 2016 Porträt: DIE RECHTE

Zur Landtagswahl stellt MDR SACHSEN-ANHALT die Parteien vor, die am 13. März antreten. Hier können Sie die Schwerpunkte des Wahlprogramms nachlesen, mehr über die Spitzenkandidaten erfahren und zum Beispiel herausfinden, wie die Partei den Menschen die Politik näherbringen will. Die Partei DIE RECHTE gibt es in Sachsen-Anhalt seit 2014. Sie bezeichnet sich selbst als extrem-rechts und will entsprechende Wähler ansprechen.

DIE RECHTE
Bildrechte: DIE RECHTE Sachsen-Anhalt

Die Partei DIE RECHTE fordert im Wahlkampf zur Landtagswahl "die Erhaltung der deutschen Identität". Die Partei will außerden eine "sofortige Beendigung des deutschen Kriegsschuld-Kultes". Sie vertritt die Auffassung, die Abtrennung der deutschen Gebiete östlich von Oder und Neiße nach dem Ende des 2. Weltkrieges widerspreche völkerrechtlichen Grundsätzen und verlangt eine Wiedereingliederung dieser Gebiete – auf friedlichem Wege.

Flüchtlinge in Lagern internieren

DIE RECHTE will die Zuwanderung sofort stoppen und die deutschen Grenzen, möglicherweise nur vorübergehend, schließen und mit Waffen bewachen lassen. Alle Flüchtlinge sollten, nach dem Willen der Partei, "in einem polizeilich/militärisch abgesicherten Terrain (wie Guantanamo, aber ohne Folter)" kaserniert werden.

Deutsche Milliardenzahlungen an das Ausland müssten eingestellt werden, so die Partei. Zudem solle die innere Sicherheit zum Schutz des eigenen Volkes vor fremden Übergriffen wieder hergestellt werden. Außerdem fordert DIE RECHTE ein einheitliches Schulsystem bis zum Abitur in ganz Deutschland, und mehr direkte Demokratie durch Volksbegehren und Volksentscheide.

Roman Gleißner
Spitzenkandidat Roman Gleißner Bildrechte: DIE RECHTE Sachsen-Anhalt

Die Bundespartei DIE RECHTE gründete sich 2012, in Sachsen-Anhalt gibt es den Landesverband seit 2014. Er hat knapp 60 Mitglieder. Spitzenkandidat für die Landtagswahl ist Roman Gleißner. Er ist 48 Jahre alt und studierter Philosoph, Soziologe und Politikwissenschaftler. Auf den weiteren Listenplätzen stehen Ingo Zimmermann, Ulf Ringleb, Marcel Kretschmer und André Zinke. Die Partei wolle bei der Landtagswahl 10.000 bis 50.000 Wählerstimmen erreichen, so DIE RECHTE.

DIE RECHTE bezeichnet sich selbst als "weniger radikal als die NPD", aber "radikaler als die REPs und die ,Pro-Bewegung’". Laut Bundeszentrale für politische Bildung ist kaum eine Partei in den vergangenen 20 Jahren so militant und neonazistisch aufgetreten wie DIE RECHTE. Sie gelte als Auffangbecken für Mitglieder verbotener rechtsextremer Kameradschaften.

MDR SACHSEN-ANHALT hat DIE RECHTE gefragt:

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