22.08.2019 | 18:00 Uhr Sonntagsfrage zur Landtagswahl: CDU legt zu, AfD verliert

Sonntagsfrage zur Landtagswahl in Sachsen
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Zehn Tage vor der Landtagswahl in Sachsen setzt sich die CDU prozentual gesehen von der AfD ab. Das hat eine Umfrage von Infratest dimap im Auftrag der ARD-Tagesthemen ergeben. Bei der sogenannten Sonntagsfrage gaben 30 Prozent der 1.000 Befragten an, der CDU ihre Stimme geben zu würden, 24 Prozent würden die AfD wählen. Im Juli waren beide Parteien gleichauf mit jeweils 26 Prozent.

Im Vergleich zur Landtagswahl 2014 muss die CDU allerdings weiterhin erhebliche Verluste hinnehmen, während die AfD ihr Ergebnis mehr als verdoppelt. Die Linke ist bei der Umfrage mit 16 Prozent drittstärkste Kraft vor Bündnis90/Die Grünen mit elf Prozent. Die SPD fällt zurück auf sieben Prozent. Die FDP liegt bei fünf Prozent und wäre wieder im Landtag vertreten. Die Freien Wähler landen mit vier Prozent unterhalb der Mandatsschwelle. Alle weiteren Parteien kämen zusammen auf drei Prozent.

Mehr als ein Drittel der Wähler unentschlossen

Es ist die letzte ARD-Erhebung zur Sonntagsfrage vor der Landtagswahl am 1. September. Das bisherige Regierungsbündnis aus CDU und SPD wäre demnach abgewählt. Bleiben alle Parteien bei ihren bisherigen Aussagen zu möglichen Koalitionen, kann die CDU als stärkste Partei nur mit den Grünen und der SPD - gegebenenfalls noch mit der FDP eine Regierungsmehrheit bilden.

Aus der Studie geht allerdings auch hervor, dass sich nur sechs von zehn Wahlberechtigten (62 Prozent) bereits auf eine Partei festgelegt haben. Viele Wähler würden sich erst kurzfristig vor einer Wahl festlegen, erklärte Infratest-dimap dazu. Große Bedeutung habe die letzte Phase des Wahlkampfes mit gezielter Ansprache von unentschlossenen und taktischen Wählern.

Hinweis der Redaktion: Der Artikel ist ab Freitag 8 Uhr kommentierbar.

Quelle: MDR/tb/kk

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 22.08.2019 | 18:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 22. August 2019, 18:00 Uhr

36 Kommentare

Ekkehard Kohfeld vor 4 Wochen

"Ich glaub die Pflegekräfte und Verwaltungsfachangestelle haben besseres zu tun."
##
Glauben heiß nicht wissen,gehören sie eine Glaubensgemeinschaft an?

Ekkehard Kohfeld vor 4 Wochen

Und Leute wie sie bekommen Schnappatmung und Schaum vor dem Munde wenn es für die AFD nach oben geht
weil demokratische Wahlen sind euch scheinbar ein Graus.
Und erst Recht Demokratie.

W.Merseburger vor 4 Wochen

Die größte Unsicherheit bezüglich des Wahlverhaltens sind doch die bisher Unentschlossenen. Oben im Bericht steht, dass rund 38 % der Befragten sich nicht festlegen wollten. Sollte die Wahl am 1. September den oben angeführten Umfragewerten entsprechen, dann ginge am Einfachsten eine CDU/AfD Koalition. Dies wir jedoch ausgeschlossen. Damit muss die CDU mit der vor Kraft strotzenden Grünen Partei und einer unbedeutenden SPD eine Regierung zimmern. Aus den Erfahrungen in Sachsen-Anhalt zur Regierungsbeteiligung der Grünen kann man nur sagen: Das wird eine sehr, sehr schwierige Aufgabe. Sollte die AfD aber zulegen, was prinzipiell denkbar ist, dann würde vielleicht noch die FDP gebraucht, um eine Regierung zubasteln. Damit wären die Sachsen schon dem Görlitzer Modell sehr nahe. Weiterhin würden ja auch Schwarz-Rot oder Schwarz-Rot-Rot eine Regierung bilden können. Ich weiß nicht, ob die CDU eine Koalition mit den Linken grundsätzlich ablehnt.

Liebe Nutzer*Innen, wir haben unseren Kommentarbereich weiter entwickelt! Grundlage dafür waren auch die vielen konstruktiven Hinweise von Ihnen, wie z.B. zu doppelten Nutzernamen und das direkte Antworten auf einzelne Kommentare. Um nun mitzudiskutieren, registrieren Sie sich mit einer funktionierenden E-Mail-Adresse und klicken den Bestätigungslink an. Dann sollte es schon losgehen.
Einmal eingeloggt, können Sie in allen kommentierbaren Artikeln bei MDR.DE mitdiskutieren, können Ihre Kommentare verwalten und jederzeit einsehen. Wir können besser in die Diskussion kommen, Kommentare können von Ihnen bewertet und auch beantwortet werden, es ist ein übersichtlicherer Austausch möglich. Kommentare funktionieren in allen modernen Browsern. Gegebenenfalls müssen Sie ihren Browser aktualisieren.

Mehr aus der Landespolitik

Mehr aus Sachsen