Fußball | 3. Liga Thomas Stamm legt mit "klarer Idee" bei Dynamo Dresden los

19. Juni 2024, 18:30 Uhr

Neun Jahre hat Thomas Stamm in Freiburg gearbeitet, nun will er mit Dynamo Dresden ein neues Kapitel aufschlagen. Mit im Gepäck: "Eine extreme Vorfreude auf das Ganze".

Nach dem Abgang von Markus Anfang war Thomas Stamm der Wunschkandidat auf der Trainerposition bei der SG Dynamo Dresden. Am Mittwoch (19. Juni 2024) wurde der Schweizer offiziell bei den Schwarz-Gelben vorgestellt.

Stamm soll Dynamo zum Aufstieg führen

Der 41-Jährige, der zuletzt bei der Zweitvertretung des SC Freiburg an der Linie stand, genießt in der Fußballbranche eine hohe Wertschätzung. Nun hat er einen Einblick zu den Zielen mit Dynamo Dresden gegeben. Er will das schaffen, woran zuvor Markus Anfang gescheitert ist: die SGD zurück in die 2. Bundesliga zu führen.

Man spürt die Kraft, diese Wucht des Vereins.

Thomas Stamm Trainer Dynamo Dresden

"Ich habe eine extreme Vorfreude auf das Ganze, den Verein", bekannte Stamm in der Pressekonferenz, der in Dresden langfristig etwas aufbauen will. "Man spürt die Kraft, diese Wucht des Vereins, der in Deutschland eine herausragende Stellung hat - nur in der falschen Liga halt." Damit deutete er schon an, wohin der Weg mit Dynamo Dresden führen soll - hoch ins Fußball-Unterhaus.

Thomas Stamm (neuer Trainer SG Dynamo Dresden)
Mit Freiburg II weckte Thomas Stamm Begehrlichkeiten - nun soll er Dynamo Dresden zum Erfolg führen. Bildrechte: IMAGO / Steinsiek.ch

Neues Kapitel nach neun Jahren im Breisgau

Neun Jahre war Stamm in Freiburg tätig, die letzten drei Jahre als Trainer der zweiten Mannschaft. Die lange Zeit bei den Breisgauern schüttelt man nicht so einfach ab, sie war prägend. Doch nun will er mit Dynamo Dresden ein neues Kapitel in seinem Karriere-Buch aufschlagen.

Wenige Tage nach der Freistellung von Anfang hatte es bereits ein Telefonat mit den Verantwortlichen der Dresdner gegeben, worauf der Kontakt mit ihm intensiviert wurde. Nun ist der Vertrag seit geraumer Zeit perfekt, am Sonntag (23. Juni 2024) bittet Thomas Stamm die Mannschaft dann erstmals zum Training (15 Uhr im Livestream bei SPORT IM OSTEN).

Stamm: "Klare Idee, klares Ziel"

Dort wird er auch die bis dato sechs externen Neuzugänge begrüßen. "Die Spielerverpflichtungen der letzten Wochen gehen in eine gute Richtung. Die Jungs, die hiergeblieben sind, haben Qualität", ist Stamm überzeugt. "Ich habe eine klare Idee, ein klares Ziel, wie gespielt werden soll. Ich werde aber auch immer offen für Entwicklungen sein und kann darauf reagieren."

Viel liegt dem Schweizer an guter Nachwuchsarbeit, weshalb er es sehr begrüßt, dass Dynamo Dresden wohl in der Saison 2025/26 mit einem U23-Team in der Landesliga vertreten ist. "Ich sträube mich nicht gegen Qualität, die aus dem Nachwuchs kommt", sagte Stamm, denn die jungen Spieler "brauchen Einsatzzeiten". Bereits zum Trainingsauftakt am Sonntag will er neben der ersten Mannschaft auch mit Akteuren aus dem Nachwuchs arbeiten.

Thomas Stamm 57 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

SpiO

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR AKTUELL | 19. Juni 2024 | 17:45 Uhr

38 Kommentare

Dynamokralle vor 4 Wochen

Ich glaube, man könnte pro/gegen Druck noch ewig diskutieren. Es sieht jeder etwas anders, vielleicht auch aus den eigenen Lebenserfahrungen heraus. Ich finde ja, solange man jemanden nicht „niedermacht“, wenn er Leistungsprobleme bekommt, sondern Kritik mit Hilfe verbindet, können solche Situationen eher anspornen, zumal man in einer Mannschaft den/die Spieler auch auffangen können sollte. Was bei uns zu diesem Gruppenphänomen geführt hat, ich glaube, da forscht die betreffende AG noch länger dran…
Wahrscheinlich wird im nächsten Anlauf mal wieder das A-Wort in der Außenkommunikation verboten, aber fleißig daran gearbeitet. Soll mir recht sein… 💪🏼🖤💛

aka Dynamotreue vor 4 Wochen

Hallo 70er, ich bin bezüglich deiner beiden Kommentare anderer Meinung.
1. Gerade durch die Presse und Medien wird heute ein unheimlicher Druck auf Sportvereine ausgeübt. Sonst könnte ja jeder im stillen Kämmerlein tun was er will. Aber es geht um Darstellung und Erfolg. Und das wird grösstenteils durch Medien publiziert.
2. Sabotage, würde ich auch nicht zustimmen.
In einem Interview hat ein Psychologe dieses Auftreten, nicht nur bei uns, sondern auch bei anderen Vereinen sehr klar als psychologisches erklärt. Was ja auch Sinn macht. Dein Argument Sabotage enthält auch die Gefahr, dass der Schuss für die betreffenden Spieler nach hinten losgeht. Wer riskiert das schon?
Ein schönes Wochenende wünsch ich dir

70er vor 4 Wochen

Man könnte natürlich auch sagen, der Aufstieg wurde sabotiert. Nachdem die Punkte zum Ligaerhalt zusammen waren, hat die Mannschaft aufgehört mit Fußball spielen. Als die Aufstiegschancen zunichte gemacht waren, ging's auf einmal wieder mit dem Siegen. Aber ich möchte keineswegs so weit gehen, diese Dinge als "Beweise" für diese Meinung zu sehen. Nur: Am Druck lag es bei den Profis am allerwenigsten.

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