Sonde "Al Amal" Arabische Emirate: Mars-Mission Hoffnung startet frühestens 20. Juli

Die Vereinigten Arabischen Emirate wollten am Dienstag ihre Sonde "Hoffnung" zum Mars schicken. Weil das Wetter in Japan nicht optimal ist, wurde der Termin erst auf Freitag verschoben. Doch auch der Termin war nicht zu halten. Jetzt teilte die UAE Space Agency mit, dass die Sonde erst in der kommenden Woche starten kann. Zeit ist aber noch genug.

Arbeiter sind an der Marssonde Hope Probe im Mohammed bin Rashid Space Centre beschäftigt.
Die Raumsonde "Hoffnung" im Labor: Es ist die erste große Weltraummission der Vereinten Arabischen Emirate. Bildrechte: Mohammed bin Rashid Space Centre/dpa

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben den Start ihrer Mars-Sonde "al-Amal" (dt. "Hoffnung") noch einmal verschoben. Wie die UAE Space Agency und das Mohammed bin Rashid Space Center am 16. Juli mitteilten, ist der Start jetzt frühestens am 20, Juli 2020 geplant. Grund sind "anhaltende Gewitter, Wolken und instabile Wetterbedingungen in den kommenden Tagen auf Tanegashima Island, dem Startort für die Hope-Mission", heißt es auf der Webseite des Projekts. Das Startfenster ist aktuell bis zum 22. Juli geplant, je nach Wetterlage.

Die Rakete sollte ursprünglich am Dienstagabend um 22.51 Uhr mitteleuropäischer Zeit (Ortszeit Mittwoch, 5.51 Uhr) starten. Dann war der Termin für den Beginn der ersten Marsmission des arabischen Landes auf den kommenden Freitag um 10.43 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit angesetzt worden. Nun erfolgte die inzwischen dritte Verschiebung. Allerdings sind solche kurzfristigen Verzögerungen beim Start auch nicht ungewöhnlich, schließlich gilt es das Risiko zu minimieren, eine so aufwendige Mission gleich beim Abheben der Rakete scheitern zu lassen.

An ihrem Ziel soll die VAE-Sonde ein globales Bild der Atmosphäre unseres Nachbarplaneten liefern. Für die Regierung ist sie auch ein Symbol für den technischen Fortschritt der Emirate, die mit der Mission den 50. Jahrestag ihrer Unabhängigkeit feiern. Im vergangenen Jahr hatte das Land seinen ersten Astronauten auf die Internationale Raumstation ISS entsandt.

Planeten stehen günstig für einen Flug zum Mars

Die arabische Mission zum Mars nutzt die aktuell günstige Stellung von Erde und Mars zueinander. Jetzt, im Sommer 2020, hat sich wieder die Möglichkeit für einen sogenannten Hohmann-Transfer geöffnet. Dabei liegen die beiden Planeten auf ihren jeweiligen Umlaufbahnen so nah beieinander, dass Raumschiffe einen kurzen, direkten Weg zum Mars haben. Außer den Emiraten wollen das noch China und die USA nutzen. Asiens größtes Land will am 23. zum Mars fliegen, die Staaten wollen mit dem neuen Rover "Preserverance" am 29. Juli starten.

(ens)

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