Ab heute können Sie Astronaut:in werden

Ab dem 31. März können Sie ihrem Traum vom All ein Stückchen näher kommen. Die Europäische Raumfahrtbehörde ESA sucht wieder Anwärterinnen und Anwärter für ihre Astronautenausbildung. Wen die ESA genau sucht, erfahren Sie hier:

Der ESA-Astronaut Luca Parmitano bei seinem ersten Außeneinsatz am Alpha-Magnetic-Spectrometer (AMS-02)
Der ESA-Astronaut Luca Parmitano bei seinem ersten Außeneinsatz am Alpha-Magnetic-Spectrometer (AMS-02). Bildrechte: ESA/NASA

Es ist über zehn Jahre her, als die Europäische Raumfahrtbehörde ESA ihre letzte Astronauten-Ausbildung ausgeschrieben hat. Ab dem 31. März wird sie erneut europäische Raumfahrer und Raumfahrerinnen suchen. Besonders wichtig ist der Behörde, dass sich vor allem Frauen dazu ermutigt fühlen, an der Astronauten-Ausbildung teilzunehmen. Denn in dem letzten Astronautenkorps war nur eine Frau dabei: die Italienerin Samantha Cristoforetti. Sie wird übrigens 2022 wieder zur Internationalen Raumstation ISS fliegen.

Als Nächster wird der Franzose Thomas Pesquet zum äußersten Posten der Menschheit aufbrechen. Seine Mission soll frühestens am 22. April beginnen. Im Herbst ist dann der zwölfte Deutsche dran. Matthias Maurer soll mit der "Cosmic Kiss" Mission zur ISS fliegen. Es wird der erste Weltraumeinsatz des gebürtigen Saarländers sein. Danach wird mindestens noch ein weiterer Flug anstehen.

Doch für die Zeit darüber hinaus braucht die ESA neue Astronautinnen und Astronauten. Diese sollen im Idealfall einen Master mit Berufserfahrung in naturwissenschaftlichen, medizinischen oder informationstechnischen Disziplinen haben. Neben neuen Raumfahrerinnen und Raumfahrern wird die europäische Behörde zum ersten Mal einen Para-Astronauten oder -Astronautin ausbilden. Damit ist sie den restlichen Raumfahrtbehörden einen Schritt voraus. Was sie genau für Bedingungen erfüllen müssen, finden sie in unserem Beitrag zur Astronauten-Ausbildung bei der ESA. 

Weltraum-Tourismus bereits ab 2023?

Sie können die Grundbedingungen der ESA nicht erfüllen? Vielleicht können sie in Zukunft doch in den Weltraum aufbrechen. Der japanische Kunstsammler Yusaku Maezawa hatte bis zum 14. März 2021 acht Tickets für eine Reise um den Mond ausgeschrieben. Wenn alles nach Plan verläuft, sollen die ersten Mond-Touristen 2023 aufbrechen. Gestartet wird mit dem Starship-Raumschiff des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX – wenn dieses seine Tests besteht.

Weltraumtourismus kann somit bald zur Realität werden. Günstig wird das alles aber bestimmt nicht. Offizielle Preise gibt es allerdings noch nicht. Wem der Mond zu weit entfernt ist, der kann in Zukunft auch mit privaten Raumfahrt-Tourismusunternehmen Virgin Galactic aufbrechen. Im Frühjahr 2021 will dieses sein neues Raumschiff vorstellen.

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