Corona Schutz vor Covid-Ansteckung: 82 Prozent lüften häufiger

Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung lüften 82 Prozent der Deutschen häufiger, um sich vor einer Corona-Infektion zu schützen. Mit der Maskenpflicht sind 93 Prozent der Befragten einverstanden.

Lehrerin öffnet Fenster im Klassenzimmer einer Grundschule während der Corona-Pandemie
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Auf vielen Webseiten wird so heftig über Alltagsmasken zum Schutz vor dem Sars-Coronavirus-2 gestritten, dass der Eindruck entsteht, die Maskenpflicht sei heftig umstritten. Tatsächlich zeigt der Corona-Monitor des staatlichen Bundesinstituts für Risikobewertung allerdings, dass Masken hohe Zustimmung genießen. 93 Prozent der insgesamt 1.017 Befragten finden eine Maskenpflicht angemessen. Auf die Frage, welche Maßnahmen Befragte selbst ergriffen haben, um sich oder ihre Angehörigen vor dem Virus zu schützen, ist das Tragen einer Maske mit 96 Prozent das häufigste Mittel.

Das staatliche Institut ist eigentlich für die gesundheitliche Bewertung von Lebensmitteln und Chemikalien zuständig, führt seit Beginn der Pandemie aber auch alle zwei Wochen repräsentative Telefonbefragungen durch, wie die Deutschen zu den Schutzmaßnahmen stehen und wo sie für sich selbst die größten Ansteckungsrisiken erkennen können.

In der jüngsten Umfrage von Anfang Januar finden Ausgangssperren nur 54 Prozent der Befragten angemessen, sie genießen damit die geringste Zustimmung. Zugleich treffen aber 87 Prozent der Befragten seltener Angehörige und Freunde. Dieser Wert liegt höher als im September, als etwa 60 Prozent angaben, auf solche Besuche zu verzichten. Hier zeigt sich, dass viele Menschen auf die Gefahrenlagen reagieren und ihr Verhalten dem Infektionsgeschehen anpassen.

Die Corona-Warn-App hingegen ist noch relativ weit entfernt von ihrem Ziel, von 60 Prozent der Bevölkerung genutzt zu werden. In der Befragung des BfR gaben nur 40 Prozent an, die App zu nutzen. Gegenüber der Einführung im Juni ist das zwar ein Anstieg um etwa 12 Prozent. Dennoch ist die Zustimmung hier viel geringer, als etwa zu gründlichem Händewaschen, das 90 Prozent der Befragten als wichtig angaben. Zugleich ist bei der App der Unterschied der Altersgruppen hoch. Bei den 14- bis 39-Jährigen nutzen 46 Prozent das Programm, bei den über 60-Jährigen sind es nur 33 Prozent.

Frischluft genießt trotz winterlicher Temperaturen bei vier von fünf Befragten einen guten Ruf: Rund 82 Prozent aus allen Altersklassen gaben an, geschlossene Räume häufiger zu lüften, um sich vor dem Virus zu schützen.

(ens)

1 Kommentar

DanielSBK vor 21 Wochen

Wie wär's mal mit Impfdosen bereitstellen.... in anderen Ländern haben die schon Millionen ihrer Einwohner gegen dieses schei** Corona geimpft - und bei uns schwafelt man was von "...im Sommer 2021 wird es wohlmöglich unter Umständen ein Impfangebot geben - oder auch nicht...". Ich kanns nicht mehr hören!!! Sarrazin hatte Recht: Deutschland hat sich abgeschafft!