Covid-19 Moderna-Impfstoff: Bis zu 90 Prozent Schutz durch eine Dosis

Eine Beobachtungsstudie mit Klinikbelegschaften aus den USA zeigt: Der mRNA-Impfstoff von Moderna entfaltet bereits 15 Tage nach der ersten Dosis einen beeindruckenden Schutz vor einer Corona-Infektion.

Eine Ampulle des Moderna Covid-19-Impfstoffs steht auf einem Tisch.
Der Moderna-Impfstoff führte bei Klinikmitarbeiterinnen in den USA bereits nach der ersten Dosis zu einem hohen Schutz vor einer Ansteckung. Bildrechte: imago images/AFLO

Hinweis: Ärzte und Experten warnen daher dringend: Gerade in der sich durch die Delta-Variante aktuell verändernden Situation ist eine Zweitimpfung immer notwendig und sollte auf keinen Fall aus Angst vor Nebenwirkungen ausgelassen werden.

Daten aus Israel hatten für den Impfstoff von Biontech/Pfizer 51,4 Prozent Schutz ab Tag 12 nach der ersten Dosis gezeigt. Gilt das gleiche auch für den höher dosierten Impfstoff mRNA-1273 des US-Biotech-Unternehmens Moderna? Während der klinischen Zulassungsstudie gab es bei Geimpften und Kontrollgruppe im fraglichen Zeitraum zu wenig Infektionen, um diese Frage mit Daten ausreichend beantworten zu können, schreiben die Medizinerin Kalpana Gupta und ihr Team jetzt im Fachblatt JAMA Network Open. Diese Lücke kann nun mit Daten von 4.028 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mehrerer Kliniken aus der Metropole Boston geschlossen werden.

Insgesamt 3.367 Krankenhausmitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden ab dem 20. Dezember geimpft, parallel zur ansteigenden Winterwelle neuer Coronafälle. Die übrigen Studienteilnehmer dienten als Kontrollgruppe. Beobachtet wurden alle Teilnehmer bis Tag 48 nach der ersten Impfung. Die meisten Erstgeimpften erhielten allerdings wie vorgesehen nach 28 Tagen die zweite Spritze.

Die ausgewerteten Daten zeigen jetzt: Nur eine Dosis des Moderna Vakzins bot bereits acht Tage nach der Impfung einen Schutz von 77,5 Prozent und ab Tag 15 sogar 95 Prozent Schutz gegen eine durch einen PCR-Test bestätigte Infektion mit Sars-CoV-2.

Allerdings hat diese Beobachtungsstudie verschiedene Einschränkungen: Nicht alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden routinemäßig getestet. In einigen Fällen kam es erst bei Symptomen oder engem Kontakt zu einem Infizierten zum PCR-Test. Mit 48,1 Jahren war das Durchschnittsalter relativ jung, Frauen mit 61,4 Prozent leicht überrepräsentiert. Zudem waren im Januar sogenannte Immune-escape Varianten des Coronavirus wie Beta oder Delta noch relativ schwach verbreitet.

Die Daten liefern lauten den Forschern aber einen starken Beleg dafür, dass eine rasche Erstimpfung mit dem Moderna-Impfstoff Krankenhausbelegschaften relativ schnell vor Ansteckungen schützen könne.

(ens)

18 Kommentare

Freies Moria vor 16 Wochen

@Reuter4774: Bei der Blutspende wird der Test auf Hirnvenenthrombosenrisikofaktoren nicht gemacht (er ist auch nicht notwendig), deren OK sagt also rein gar nichts.

Reuter4774 vor 17 Wochen

P.S.
Ich spende regelmäßig Blut und bin regelmäßig zur Laboruntersuchung und bisher hat niemand die, nur ihnen bekannten, Blutbild-/ oder -wertveränderung feststellen können😊

Reuter4774 vor 17 Wochen

Niemand ist gegen vernünftige (!) Aufklärung, ist auch durch meinen Hausarzt beide Male erfolgt. Aber Sie müssen sich nicht impfen lassen! Andere entscheiden das aber auch für sich selbst. Lassen Sue diejenigen in Ruhe, die geimpft sein wollen und gut, das ist ihr eigentliches Problem.
Und ich versichere ihnen, weder äußerlich noch innerlich ist bei mir irgendwas mutiert!