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Ein neues Schuljahr steht bevor. Doch Lehrermangel und fehlende Digitalisierung werfen die Frage auf: Ist das Schulsystem noch zu retten?

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Wissen-News Emotionen gegenüber Mathe werden im Laufe der Schulzeit negativer

29. Januar 2024, 16:00 Uhr

Jugendliche empfinden im Laufe der weiterführenden Schule mehr negative Emotionen wie Wut, Langeweile und Hoffnungslosigkeit. Eine aktuelle Studie hat diese Emotionen im Zusammenhang mit dem Matheunterricht untersucht.

Eine aktuelle Studie hat das emotionale Erleben von Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen fünf bis neun an Haupt- und Realschulen sowie an Gymnasien in Bayern in Bezug auf den Mathematikunterricht untersucht. Die Forschenden kommen zu dem Ergebnis, dass die Teenager mit zunehmendem Alter immer weniger positive Emotionen erleben, die negativen Emotionen werden hingegen stärker. Außerdem untersuchten die Forschenden, wie sich die schulischen Leistungen der jungen Erwachsenen analog dazu veränderten. Diejenigen mit mehr positiven und weniger negativen Emotionen in der fünften Klasse hatten in den kommenden Jahren einen größeren Leistungszuwachs.

Positive Emotionen in Bezug auf den Matheunterricht waren dabei beispielsweise Freude und Stolz, negative Emotionen, die die Jugendlichen zu Protokoll gaben, waren Wut, Langeweile und Hoffnungslosigkeit.

Positive Emotionen im Zusammenhang mit besseren Matheleistungen

Untersucht wurden Daten von 3.425 Schülerinnen und Schülern, die von 2002 bis 2006 jährlich zu ihren Emotionen in Bezug auf die Schule befragt wurden. "Die Ergebnisse unserer Studie unterstreichen die Bedeutung von Emotionen für das Lernen und legen nahe, dass es wichtig ist, positive Emotionen zu fördern und negative Emotionen zu vermeiden, um Kinder und Jugendliche in ihrer schulischen Laufbahn bestmöglich zu unterstützen", erklärt eine Co-Autorin der aktuellen Studie, Michiko Sakaki.

Wichtig ist, dass Jugendliche das Interesse am Lernen beibehalten

Die Bildungsforscherin unterstreicht auch die Bedeutung des Interesses der Schülerinnen und Schüler am Lernen. Sie sehe, dass Jugendliche, die viel Interesse am Schulstoff beibehalten, mit größerer Wahrscheinlichkeit positive Emotionen beibehalten und im Laufe der Schulzeit weniger negative Emotionen erleben. Ihre Schlussfolgerung: "Es ist wichtig, das Interesse der Kinder und Jugendlichen an Lerninhalten zu fördern, um ihr emotionales Wohlbefinden und ihre Leistungen zu unterstützen."

Digitaler Unterricht in der Regelschule Warza (Staatliche Regelschule "Nessetalschule" Warza.) 45 min
Digitaler Unterricht in der Regelschule Warza (Staatliche Regelschule "Nessetalschule" Warza.) Bildrechte: MDR/Cine Impuls Leipzig
Digitaler Unterricht in der Regelschule Warza (Staatliche Regelschule "Nessetalschule" Warza.) 45 min
Digitaler Unterricht in der Regelschule Warza (Staatliche Regelschule "Nessetalschule" Warza.) Bildrechte: MDR/Cine Impuls Leipzig

Links/Studien

Die Studie Developmental trajectories of achievement emotions in mathematics during adolescence ist im Journal Society for Research in Child Development erschienen und kann hier nachgelesen werden.

iz

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2 Kommentare

Shantuma vor 12 Wochen

Gebt allen gute Zensuren, damit die positiven Emotionen gelebt werden ... hurrahhh ...

Egal ob die später im Arbeitsleben nur noch Scheiße bauen, dafür gibt es ja KI und Geld verwalten ist da auch sinnfrei, denn sie werden keines mehr haben.

Hurrahh, wir fühlen uns so toll.


Wobei, eigentlich könnte man den Effekt auch mit Stimmungsaufhellern erreichen. Einfach mal die Matheräume entsprechend präparieren.

Wahrsager vor 12 Wochen

" Die Forschenden kommen zu dem Ergebnis, dass die Teenager mit zunehmendem Alter immer weniger positive Emotionen erleben, die negativen Emotionen werden hingegen stärker." Das dürfte nicht vom zunehmenden Alter der Unterrichteten abhängen , sondern vom zunehmenden Schwierigkeitsgrad des Lernstoffes, je tiefer man in die Materie geführt wird. Der Eine ist dann schon in in der 7.Klasse abgehängt, die andere vielleicht erst in der 9..

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