Covid-19 Bei Risiken und Vorerkrankungen: Stiko empfiehlt Corona-Impfung bei Kleinkindern

Kleine Kinder sollten nur dann gegen Corona geimpft werden, wenn sie ein hohes Risiko haben, bei einer Ansteckung schwer zu erkranken. Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat eine entsprechende Empfehlung ausgesprochen.

Mädchen zeigt auf Pflaster am Oberarm
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Seit Oktober ist die Impfung gegen Covid-19 auch für Kinder ab einem Alter von sechs Monaten zugelassen. Die ganz Kleinen sind damit die letzte Gruppe, für die die Vakzine gegen das Virus verfügbar werden. Aber ist eine Corona-Impfung in dieser Altersgruppe überhaupt sinnvoll? Nach bisherigem wissenschaftlichen Kenntnisstand kommen gerade die jüngsten Kinder gut mit einer Infektion zurecht und überstehen sie in der Regel ohne Folgeschäden. Deswegen hat die Ständige Impfkommission (Stiko) beim Robert Koch-Institut die verfügbaren Daten gründlich geprüft.

Nach Abschluss der Beratungen empfiehlt das Gremium die Corona-Impfung nur für solche Kinder, die aufgrund von Vorerkrankungen oder anderen Faktoren ein hohes Risiko haben, im Fall einer Infektion wirklich schwer zu erkranken. Dazu zählen auch Frühgeburten.

Kinder erhalten drei Corona-Impfungen mit einer reduzierten Impfstoffmenge

Laut der Empfehlungen sollen solche Risikokinder entweder drei Dosen des Biontech-Impfstoffs bekommen. Biontech hat in seiner klinischen Studie mit Kindern im Alter von sechs Monaten bis fünf Jahren den mRNA-Impfstoff Comirnaty in einer deutlich reduzierten Dosis getestet. Während Erwachsene in der Regel mit 30 Mikrogramm mRNA geimpft werden und Kinder ab fünf Jahren mit 10 Mikrogramm, erhalten kleine Kinder drei Dosen zu je drei Mikrogramm Wirkstoff. Dabei soll die zweite Dosis drei Wochen nach der ersten und die dritte mindestens acht Wochen nach der zweiten Dosis verabreicht werden.

Auch der Moderna-Impfstoff Spikevax kann bei kleinen Kindern eingesetzt werden. Hier werden zwei Dosen zu je 25 Mikrogramm verabreicht. Zwischen erster und zweiter Dosis sollten mindestens vier Wochen Abstand liegen.

Die Stiko empfahl auch eine Auffrischimpfung für Risikokinder, die bereits einmal Corona hatten. Sie sollen sechs Monate nach der Infektion zwei Boosterdosen mit dem Biontech Impfstoff bekommen. Zwischen beiden Dosen sollten mindestens zwölf Wochen vergangen sein.

Kinder ab fünf Jahren sollen weiterhin einmal geimpft werden

Unabhängig von dieser Änderung empfiehlt die Stiko weiterhin eine Impfdosis für alle Kinder ab fünf Jahren, unabhängig davon, ob diese bereits einmal Corona hatten oder nicht. Studien hatten gezeigt, dass die allermeisten Kinder im Kindergarten- und Schulalter bereits einmal Kontakt mit dem Virus hatten.

(ens)

17 Kommentare

MDR-Team vor 2 Wochen

Liebe Dermbacherin,
hier geht es um die STIKO-Empfehlung für eine Corona-Impfung bei Kleinkindern. Uns ist nicht bekannt, dass deswegen jemand ausgegrenzt wurde. Bitte bleiben Sie beim Thema und belegen Sie ihre Behauptungen.
Freundliche Grüße aus der MDR Wissen-Redaktion

MDR-Team vor 2 Wochen

Hallo Dermbacherin,
der Artikel bezieht sich auf genau diese Studie und die Aussagen von Prof. Matthes. Die Charité hat sich von der Studie und von den Aussagen von Prof. Matthes distanziert. Grund dafür sei die Datenlage, auf der die Ergebnisse beruhen. So teilte Charité-Sprecher Markus Heggen mit, dass es sich bei der Untersuchung von Professor Matthes lediglich um eine offene Internetumfrage handele und damit nicht um eine wissenschaftliche Studie. https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/corona-studie-charite-impfnebenwirkungen-100.html

DermbacherIn vor 2 Wochen

Also ich verweise auf den Artikel: Charité-Forscher fordert Ambulanzen für Impfgeschädigte vom Autor Matthias Toying, Hauptsache Gesund, der bei MDR online erschienen ist!