Schönes Projekt Ein Tipi aus Haselnussstöcken bauen

Im Winter musste mal wieder der Haselnussstrauch ausgelichtet werden. Die langen Haselnussstangen sind hervorragendes Baumaterial. Für ein Tipi können aber auch Holzstäbe verwendet werden, die von den Kindern so gerne beim Spaziergang gesammelt werden. 

Ein Tippi aus Stöcken steht in einem Garten.
So richtig gemütlich wird das Tipi, wenn Pflanzen an den Stöcken emporgewachsen sind. Bildrechte: MDR/Brigitte Goss
Ein angespitzter Stock steckt im Boden
Die Stöcke werden angespitzt. Bildrechte: MDR/Brigitte Goss

Da es in meinem Garten immer irgendwo ein freies Plätzchen gibt, wurde aus den Stangen schnell das Grundgerüst für ein Pflanzentipi. Die stumpfen Enden der Äste haben wir mit dem Beil angespitzt. So stecken die Hölzer schön fest im Boden. Damit das Tipi stabil steht, werden die Stöcke oben wie ein Quirl mit einem Seil zusammengebunden. So hält das Tipi auch stärkere Winde aus.

Das Tipi bepflanzen - Bohnen sind ideale Kletterpflanzen

Zum Bewachsen eignen sich bei der Höhe von zwei Metern nur starkwachsende Rankpflanzen. Ich habe mich für die Stangenbohnen entschieden. Sie sind sehr wärmeliebend. Frost sollten sie allerdings nicht ausgesetzt werden. Deshalb ziehe ich sie die ersten Wochen ihres Lebens in Töpfen im Haus heran.

Stangenbohnen im Topf vorziehen

Bohnensaat werden mit dem Finger in die Erde gedrückt
Die Bohnensamen werden einfach mit dem Finger in die Erde gedrückt. Bildrechte: MDR/Brigitte Goss

Für die Stangenbohnen nehme ich recycelte Töpfe mit der Mindestgröße von zwölf Zentimetern. Die Topfgröße ist meist am Topfboden abzulesen. Die Gefäße fülle ich mit sehr humoser Gartenerde. Jede handelsübliche Pflanzerde kann aber auch verwendet werden. Pro Topf setze ich in möglichst weitem Abstand drei Samenkörner in die Erde. Es ist völlig ausreichend, wenn sie einfach mit dem Finger in die Erde gedrückt werden. Angießen nicht vergessen! Sonst kommt der Keimprozess nicht in Gang.

In den ersten Tagen werden die Töpfe warm - bei etwa 20 Grad - gestellt. Sobald die Pflanzen gekeimt haben, kommen sie ans helle Fenster. Stangenbohnen wachsen kompakter, wenn sie nach dem Keimen kühler bei etwa 16 Grad stehen.

Im Mai werden die Stangenbohnen ausgepflanzt

Stangenbohnen
So schön sehen Stangenbohnen im Sommer aus. Bildrechte: MDR/Brigitte Goss

Nach dem Keimen brauchen die Bohnenkeimlinge Halt. Dazu steckt man 30 Zentimeter lange Stäbe in die Töpfe. Das dient nicht nur der Pflanze als "Orientierung", sondern schafft auch Ordnung. Erst im Mai, wenn keine Fröste mehr zu erwarten sind, werden die Stangenbohnen ausgepflanzt. An jede Stange wird ein Topf mit den Stangenbohnen gesetzt. Bis dahin sind sie sicher sehr lang geworden. Wichtig für das Gedeihen der Bohnenpflanzen ist die Beschaffenheit des Bodens. Er sollte nicht sauer und verdichtet sein.

Ein Tippi aus Haselnussstecken in einem Garten
Im Laufe des Jahres wird sich das Tipi verwandeln. Wir sind gespannt. Bildrechte: MDR/Brigitte Goss

Videos aus dem MDR Garten zum Thema

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 15. März 2020 | 08:30 Uhr