Natürlich-schöne Deko Kokedama: Japanische Mooskugel für Zimmerpflanzen selbst machen

Sie sind grün, flauschig und eine echte Alternative zum Plastik- oder Keramiktopf für Zimmerpflanzen: Kokedamas. Eine Kokedama ist eine Mooskugel, die um die Wurzeln von Zimmerpflanzen gepackt wird. Der Trend kommt aus Japan und ist da schon seit dem 17. Jahrhundert bekannt. Er setzt sich auch hierzulande immer mehr durch. Und man kann die Kokedama ganz einfach selber machen.

Kokedama-Mooskugeln mit verschiedenen Zimmerpflanzen
Mooskugeln sind eine dekorative und natürlich wirkende Alternative zu Blumentöpfen aus Plastik. Viele beliebte Zimmerpflanzen eignen sich dafür und gedeihen in der Kokedama. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Für eine Kokedama brauchen Sie nicht viel mehr als Polstermoos, gute Gartenerde, Islandmoos, Bindedraht und eine passende Zimmerpflanze. Die Moose erhalten Sie im Fachhandel. Trockenmoose, wie das Sphagnummoos, sind weniger geeignet, da sie nach dem Befeuchten zu schnell wieder eintrocknen, wie die Erfurter Floristin Stefanie Krumbholz sagt.

1. Die Kokedama-Pflanzkugel formen

Beginnen Sie damit, das Islandmoos um die Wurzeln zu betten. Versetzen Sie nun die Gartenerde mit Lehm. Das macht die Erde besser formbar und der Lehm dient als Wasserspeicher. Für die Kugelform kommt nun die mit Lehm versetzte Gartenerde um das Moos.

Grünlilie in einer Mooskugel
Grünlilien sind so unkomplizierte Zimmerpflanzen, dass sie sich auch in Mooskugeln pflanzen lassen und darin wachsen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die Idee dabei ist, dass um die Wurzeln der Zimmerpflanze eine richtige Kugel entsteht, die das Gewächs dann mit Nährstoffen versorgt, sagt Floristmeisterin Beate Walther. Anschließend kommt das grüne Polstermoos dran: Es wird um die Erdkugel gewickelt. Das speichert zusätzlich Feuchtigkeit und ist gleichzeitig wasserdurchlässig, so dass die Wurzeln der Zimmerpflanze im Inneren nicht faulen. Zum Abschluss wird Bindedraht um die Mooskugel gewickelt, damit sie in Form bleibt.

2. Die Kokedama aufhängen

Jetzt kann die Kokedama entweder aufgestellt oder -gehängt werden. Der Standort hängt von der Pflanzenart ab. Sie sollten nicht praller Sonne und Heizungsluft ausgesetzt sein, aber dennoch hell stehen oder hängen. Zum Aufhängen stecken Sie einen stärkeren Draht durch die Kokedama hindurch. Damit der Draht unten nicht verrutscht, biegen Sie ihn am unteren Ende einmal und fixieren Sie ihn mit einem Stück Holz. Oben können Sie dann Öse zum Aufhängen biegen.

Floristin hält Kokedama-Mooskugel mit Grünlilie
Kokedamas können auch an Haken aufgehängt werden. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Wird das Moos braun, kann es im Wasserbad wieder zum Leben erweckt werden. So wird gleichzeitig die Pflanze gewässert. Gedüngt wird je nach Bedarf der Pflanzen, die in die Kokedama eingewickelt werden. Bei wuchsfreudigen Pflanzen wie der Monstera kann sich hin und wieder ein Rückschnitt anbieten. Da ist es bei Sukkulenten schon einfacher, da sie langsam wachsen.

Welche Pflanzen eigenen sich für die Kokedama?

Am besten sind Pflanzen geeignet, die einen geringeren Wasserbedarf haben: so zum Beispiel die Grünlilie, Sukkulenten wie Bogenhanf, Haworthia fasciata und Glücksfeder. Aber auch Pflanzen, die Feuchtigkeit über Luftwurzeln aufnehmen wie die Monstera, Efeutute oder Orchideen. Dieffenbachien und das Einblatt sind ebenfalls gut geeignet.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 07. Februar 2021 | 08:30 Uhr