Auf dem Fußboden steht ein großer Kübel aus dem eine Pflanze mit gigantischen Blättern und Luftwurzeln wächst.
Typisch für die Monstera sind die fiedrig gegliederten Blätter. Ist der Standort zu dunkel, bilden sich die Einschnitte nicht richtig aus. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius

Renaissance einer Pflanze Monstera: Pflegen und vermehren

Fensterblatt; Botanischer Name: Monstera deliciosa

Die Monstera zählt zu den Klassikern unter den Zimmerpflanzen. Ihre fedrigen Blätter zieren nicht nur im Topf das Wohnzimmer, sondern sind auch auf Servietten, Kissen und anderen Dekorationsgegenständen zu finden. Die Fensterblätter sind durch ihre pflegeleichte Art auch bei jungen Leuten sehr beliebt.

Auf dem Fußboden steht ein großer Kübel aus dem eine Pflanze mit gigantischen Blättern und Luftwurzeln wächst.
Typisch für die Monstera sind die fiedrig gegliederten Blätter. Ist der Standort zu dunkel, bilden sich die Einschnitte nicht richtig aus. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius

In unseren Breitengraden werden Monstera ausschließlich als Zimmerpflanzen gehalten. Sie brauchen Töpfe, die ihnen genug Platz bieten, da sie bis zu drei Meter hoch werden können. Neben normalen Wurzeln bilden die Kletterpflanzen auch Luftwurzeln. Mit diesen können sie Nährstoffe aufnehmen. In ihrem natürlichen Lebensraum tragen Monstera Früchte, die aufgeschnitten an Ananas erinnern und auch ähnlich schmecken.

Auf einen Blick
Heimat Mittel- und Südamerika
Pflanzenfamilie Aronstabgewächsen / Aroid (Araceae)
Wuchs Aufrecht, bis zu drei Meter hoch
Blüte Weiße, gelbe oder rosa Blüten
Blütezeit September bis Oktober
Früchte Violette Beeren
Standort Hell, aber kein direktes Sonnenlicht, warm, großer Kübel, im Sommer auch draußen
Boden Nahrhafte, lehmig-humose Erdmischung, Zimmerpflanze
Winterhart nein
Mehrjährig ja
Besonderheiten Kletterpflanze, die mit ihren Luftwurzeln Nährstoffe aufnimmt, sobald die Luftwurzeln auf feuchte Humuserde stoßen, verwandeln sie sich in normale Wurzeln, während der Blattausbildung bei Dunkelheit können die charakteristischen Einschnitte ausbleiben

Monstera pflegen

Blatt einer Monstera.
Beeindruckende Blattform Bildrechte: MDR/Patricia Geissler

Die Monstera sollte im Sommer reichlich gegossen werden. Dabei muss Staunässe vermieden werden, da die Wurzeln sonst faulen. Im Winter braucht die Zimmerpflanze nicht so häufig mit Feuchtigkeit versorgt zu werden. Sie darf gerne mit abgestandenem Wasser oder Sommerregen gegossen werden. Wenn sie über einen längeren Zeitraum nicht gegossen werden kann, können Sie die Luftwurzeln in ein Gefäß mit Wasser hängen. Die Pflanze versorgt sich dann selbst mit Flüssigkeit. Die Monstera mag es, gelegentlich mit Wasser besprüht zu werden. Vorher sollte mit einem feuchten Tuch der Staub von den Blättern gewischt werden.

Während des Wachstums darf alle 14 Tage gedüngt werden, im Winter dagegen nur einmal im Monat. Die Pflanze muss bei 20 Grad überwintert werden, da sie tropisches Klima gewöhnt ist. Nach dem Überwintern ist der perfekte Zeitpunkt zum Umtopfen. Junge Monstera sollten einmal im Jahr umgetopft werden. Bei älteren Exemplaren reicht es, die obere Schicht Erde gegen frisches Substrat zu tauschen.

Da junge Pflanzen schnell wachsen, sollte sie viel Platz bekommen. Für Formschnitte oder um die Größe zu beschränken kann die Monstera an den Stängeln abgeschnitten werden. Die Pflanze treibt an der Schnittstelle neu aus. Luftwurzeln sollten allerdings nicht verletzt oder abgeschnitten werden, sondern in das Topfsubstrat umgeleitet werden. Die Pflanze verliert sonst ihre Kraft.

Zwei Frauen betrachten Zimmerpflanzen. 4 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Schnipp, Schnapp. Jetzt ist es Zeit, die Zimmerpflanzen zu stutzen. Damit die Monstera nicht wuchert, können Triebe beherzt entfernt werden. Tipps von Brigitte Goss zum Rückschnitt von Palme, Drachenbaum und Co.

MDR FERNSEHEN So 03.02.2019 08:30Uhr 04:10 min

https://www.mdr.de/mdr-garten/pflegen/pflanzenschnitt/video-rueckschnitt-zimmerpflanzen100.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video

Monstera vermehren

Eine Monstera zu vermehren ist relativ simpel – dazu werden junge Pflanzen aus Stecklingen gezogen. Dafür kann ein Stück Stamm verwendet werden, das winzige Triebknospen (Augen) hat und somit keimfähig ist. Es ist außerdem möglich, in abgeschnittenes Blatt zum Bewurzeln in ein Wassergefäß zu stellen. Beide Arten von Stecklingen bilden in bei ungefähr 25 Grad Celsius Wurzeln aus. Um die Erfolgschancen zu erhöhen, können Sie versuchen, Stammstecklinge mit Luftwurzeln von der Pflanze abzuschneiden. Haben sich genug Wurzeln gebildet, kann der Steckling eingetopft werden.

Schädlinge und Krankheiten bei Monstera

Monstera leiden gelegentlich unter dem Befall von Schildläusen oder Spinnmilben. Aber auch ein zu kühler Standort oder zu viel Nässe schaden der Pflanze. Bei braunen Blatträndern und Rissen kann ein Standortwechsel helfen. Gelb verfärbte Blätter sind ein Zeichen für Staunässe. Sollte die charakteristische Teilung der Blätter ausbleiben, steht die Pflanze an einem zu dunklen Ort oder hat Nährstoffmangel.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 17. Februar 2019 | 08:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 17. Februar 2019, 08:30 Uhr