71. Panzergrenadierbataillon
Jährlich wechselt die Führung der Nato-Eingreiftruppe. Bildrechte: imago images / CTK Photo

VJTF Deutschland übernimmt Vorsitz der Nato-Eingreiftruppe

01. Januar 2023, 11:33 Uhr

Jährlich wechselt die Führung der Nato-Eingreiftruppe. Für das Jahr 2023 übernimmt Deutschland diesen Posten. An den multinational aufgestellten Kräften beteiligen sich in diesem Jahr insgesamt neun Nato-Staaten, darunter auch Belgien, Tschechien, Lettland, Litauen, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen und Slowenien.

Deutschland hat mit dem Jahresbeginn den Vorsitz der Schnellen Eingreiftruppe der Nato (VJTF) übernommen. Die Bundeswehr stellt damit etwa 8.000 Männer und Frauen für die insgesamt rund 11.500 Soldaten zählende Truppe. Diese muss in 48 bis 72 Stunden bereit sein, um dorthin verlegt zu werden, wo das Bündnis sie jeweils benötigt. Die Nato bezeichnet ihre "Speerspitze", deren Führung jährlich wechselt, als einen wesentlichen Beitrag zur Abschreckung und Verteidigung in Europa.

"Während der illegale Krieg Russlands in der Ukraine weiter Frieden und Sicherheit in Europa bedroht, darf es keinen Zweifel an der Entschlossenheit der Nato geben, jeden Zentimeter des Bündnisgebietes zu schützen und zu verteidigen", hatte dazu Nato-Sprecherin Oana Lungescu in Brüssel vor dem Jahreswechsel mitgeteilt. Die Nato danke Deutschland für die Übernahme der VJTF-Führung im Jahr 2023.

Neun Nato-Staaten in VJTF

An den multinational aufgestellten Kräften beteiligen sich in diesem Jahr insgesamt neun Nato-Staaten, darunter auch Belgien, Tschechien, Lettland, Litauen, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen und Slowenien. Die Panzergrenadierbrigade 37 "Freistaat Sachsen" ist Leitverband für die multinationalen Landanteile der VJTF. Von den etwa 5.000 Soldaten der Brigade gehen rund 4.000 in die Nato-Verpflichtung.

Der Aufbau einer superschnellen Eingreiftruppe ("Very High Readiness Joint Task Force/VJTF") geht auf Beschlüsse beim Nato-Gipfel in Wales im September 2014 zurück und war Reaktion auf die russische Annexion der Krim. Die Nato hat seitdem den Schutz von Verbündeten im Osten, die sich von Russland bedroht fühlen, verstärkt. Die VJTF ist dabei die Truppe mit der höchsten Bereitschaft zu kurzfristigen Einsätzen.

dpa

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 01. Januar 2023 | 06:30 Uhr

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