Verstaatlichung Klima-Ökonomin: Uniper-Übernahme ist notwendiges Übel

Die Klima-Ökonomin Claudia Kemfert hat die geplante Verstaatlichung des Gas-Importeurs Uniper bei MDR AKTUELL als notwendiges Übel bezeichnet. Deutschland müsse eine "wirklich bittere Pille" schlucken.

Uniper-Gaskraftwerk in Gebersdorf
Uniper-Gaskraftwerk in Gebersdorf Bildrechte: dpa

Die Klima-Ökonomin Claudia Kemfert hat die geplante Verstaatlichung des Gas-Importeurs Uniper als notwendiges Übel bezeichnet. Kemfert sagte MDR AKTUELL am Mittwoch: "Uniper ist systemrelevant und muss auch wirklich geschützt werden." Es sei aber auch schon lange klar gewesen, dass fossile Geschäftsmodelle dauerhaft keine Zukunft hätten.

Uniper ist systemrelevant und muss auch wirklich geschützt werden.

Claudia Kemfert Klima-Ökonomin
Kemferts Klima-Podcast 54 min
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"Bittere Pille für Deutschland"

Kemfert sagte, es muss jetzt "so eine Art fossile Bad Bank" kreieren, wo das mit Steuergelder aufgefangen werden müsse, was dann an anderer Stelle fehle. Die Klima-Ökonomin sprach dabei von einer "wirklich bitteren Pille", die Deutschland schlucken müsse.

Man sei selbstverschuldet in diese fossile Energiekrise geschleudert. "Das hätten wir alles vermeiden können, hätten wir die Energiewende konsequent umgesetzt. Dann müssten wir heute keine fossilen Energieunternehmen verstaatlichen." Es gebe jetzt aber die Chance, mit dem Steuergeld von den fossilen Energien wegzukommen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | MDR AKTUELL | 21. September 2022 | 17:00 Uhr

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