Streik der Flugbegleiter Gewerkschaft UFO am Flughafen München
Bildrechte: IMAGO / Ardan Fuessmann

Tarifstreit Weitere Einigung bei Lufthansa: Kabinenpersonal erhält mehr Geld

11. April 2024, 10:43 Uhr

Passagiere müssen für den Sommer mit keinen größeren Streiks im deutschen Flugverkehr mehr rechnen. Für das Kabinenpersonal der Lufthansa sind Eckpunkte eines neuen Tarifvertrags vereinbart worden. Demnach sollen die Gehälter der knapp 19.000 Beschäftigten in einem Zeitraum von drei Jahren um insgesamt 17,4 Prozent steigen. Zudem gibt es eine Inflationsausgleichsprämie von 3.000 Euro. Jedoch steht die Einigung noch unter Vorbehalt.

Bei der Lufthansa ist ein weiterer Tarifkonflikt beigelegt. Nach einer Einigung mit dem Boden- und Sicherheitspersonal ist nun auch eine Vereinbarung mit dem Kabinenpersonal ausgehandelt worden. Wie die Geschwerkschaft Ufo am Donnerstag in Frankfurt am Main mitteilte, schloss damit auch die letzte große Beschäftigtengruppe die Eckpunkte eines neuen Tarifvertrags.

Demnach soll es über einen Zeitraum von drei Jahren drei Gehaltssteigerungen mit insgesamt 17,4 Prozent geben. So steigen die Gehälter der knapp 19.000 Beschäftigten nun zum 1. Mai dieses Jahres, zum 1. März 2025 und zum 1. März 2026. Die lange Laufzeit über drei Jahre garantiert in der Kabine einen Tariffrieden bis Ende 2026.

Zudem soll es eine Inflationsausgleichsprämie von 3.000 Euro und einige Zulagen geben. Jedoch steht die Einigung noch unter dem Vorbehalt, dass die Ufo-Mitglieder in einer erneuten Urabstimmung zustimmen. Ursprünglich hatte die Gewerkschaft 15 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 18 Monaten gefordert.

Tarifeinigung mit Boden- und Sicherheitspersonal

Bereits vor Ostern hatten Lufthansa und Verdi mit Hilfe einer Schlichtung den Tarifkonflikt beim Lufthansa-Bodenpersonal abgeräumt. Das Ergebnis haben die Verdi-Mitglieder mit 94,5 Prozent Zustimmung angenommen. Die Piloten sind schon länger an einen langfristigen Tarifvertrag gebunden.

Vor einer Woche gab es zudem ebenfalls über eine Schlichtung einen Kompromiss für die privaten Luftsicherheitskräfte an den Flughäfen. Im Wechsel hatten die drei Berufsgruppen im Frühjahr immer wieder große Teile des deutschen Luftverkehrs bestreikt und lahmgelegt.  

dpa (lmb)

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL – Das Nachrichtenradio | 11. April 2024 | 09:09 Uhr

15 Kommentare

Wessi vor 5 Wochen

Wenn das mir galt @ Frank 1...ob sie nun in einem Diskussionsforum um Antworten bitten, oder Sie bekommen, ist pillepaale und damit müssen Sie leben.Ansonsten war mein post eine höfliche Bitte+eine Stilfrage.

Paul90 vor 5 Wochen

Aha, Fliegen wird also wieder teurer.
Aber besser die Mitarbeiter sind der Grund, dass ich mehr bezahlen muss als Grüner Unfug, der das Fliegen gelegentlich auch verteuert.

Übrigens finde ich den Namen der Gewerkschaft "UFO" immer wieder genial ... sorry :-)

Thommi Tulpe vor 5 Wochen

Ich war nie Kunde der Lufthansa, werde das mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch nicht werden. Von daher hätte ich den Streikenden selbst 174 Prozent Lohnerhöhung gegönnt. Zumindest dürften das jetzt aber Leute sein, die keinen Grund haben dürften, sich z. B. über eine 12,5-prozentige Erhöhung des Bürgergeldes monieren zu können.

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