Inszenierte Fotografie - Ein Mann hält beim Telefonieren eine Gesundheitskarte der Allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK) in der Hand.
Wer leichte Erkältungssymptome zeigt, soll sich nicht zum Arzt schleppen, um einen Krankenschein zu bekommen. Bildrechte: picture alliance/dpa | Karl-Josef Hildenbrand

Medizin Telefonische Krankschreibung soll dauerhaft bleiben

29. November 2023, 10:09 Uhr

Die telefonische Krankschreibung soll nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios schon ab Donnerstag nächste Woche wieder möglich sein. Die Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses von Ärzten, Krankenhäusern und Krankenkassen, Monika Lelgemann, sagte, man beschäftige sich mit der Regelung bei der Sitzung am 7. Dezember. Sollte sie angenommen werden, werde sie umgehend in Kraft gesetzt.

Regelung wird ausgeweitet

Die telefonische Krankschreibung soll Lelgemann zufolge zudem ausgeweitet werden und zwar auf alle "Krankheitsbilder mit absehbar nicht schwerem Verlauf". Allerdings müssten die Patienten in der Arztpraxis bekannt sein. Die Praxen seien ihrerseits dazu verpflichtet, die Identität der Anrufer überprüfen.

Der Krankenschein per Anruf soll Arztpraxen entlasten und andere Patienten schützen. Wer nicht zwingend zum Arzt muss, kann sich zu Hause auskurieren, statt sich in die Praxis zu schleppen. Diese Regelung war zu Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 eingeführt und immer wieder verlängert worden. Sie wurde allgemein als sinnvoll angesehen.

Lauterbach drückt aufs Tempo

Zwischen Politik und Gesundheitswesen bestand Einigkeit darüber, dass diese Regelung dauerhaft gelten sollte. Weil die Infektionszahlen zuletzt wieder stark gestiegen waren, wurde der Ruf laut, die Einführung zu beschleunigen. Auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hatte mehrfach mehr Tempo gefordert. Noch vor wenigen Tagen warb er jedoch um Verständnis, dass so etwas nicht über Nacht kommen könne.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 29. November 2023 | 06:06 Uhr

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