Fragen und Antworten Bundestagswahl kurz erklärt

Wann ist die Bundestagswahl 2021? Wer oder Was wird eigentlich gewählt? Alle Antworten zur Bundestagswahl 2021 kurz und knapp zusammengefasst.

Impressionen von Wahlplakaten und Parteigeschenken beim Pressegespräch zur neuen Ausstellung Wähl mich!
Gut 60 Millionen Wahlberechtigte sind am 26. September aufgerufen, den neuen Bundestag zu wählen. Bildrechte: IMAGO / Future Image

Wann wird gewählt?

Die Wahl zum 20. Bundestag findet am 26. September 2021 statt.


Was wird gewählt?

Mehr als 60 Millionen Wahlberechtigte sind dazu aufgerufen, die Abgeordneten des Deutschen Bundestags zu wählen, die wiederum später die Bundeskanzlerin oder den Bundeskanzler wählen. Mindestens 598 Parlamentssitze werden vergeben, meistens sind es wegen sogenannter Überhangmandate am Ende deutlich mehr. Im aktuellen Bundestag sitzen 709 Abgeordnete.


Wer darf den Bundestag wählen?

Alle Deutschen, die am Wahltag mindestens 18 Jahre alt sind und schon mindestens drei Monate in Deutschland wohnen, dürfen wählen. Sie erhalten einige Wochen vor dem 26. September eine Wahlbenachrichtigung. Diese enthält Wahltermin, Uhrzeiten und das zuständige Wahllokal. Ist eine Stimmabgabe am Wahltag nicht möglich, kann sie auch per Briefwahl erfolgen.


Wie wähle ich zur Bundestagswahl 2021?

Sie wählen mit zwei Stimmen. Die Erststimme gilt dem Direktkandidaten, der im entsprechenden Wahlkreis antritt. Bei der Zweitstimme wiederum stehen Parteien zur Auswahl. Der bundesweite Anteil an diesen Stimmen entscheidet darüber, wie stark eine Partei später im Parlament vertreten ist. In die Sitze, die einer Partei nach den Zweitstimmen zustehen, werden die Direktmandate aus den Erststimmen eingerechnet.


Wer bekommt einen Sitz im Bundestag?

Wer die meisten Erststimmen in einem der 299 Wahlkreise bekommt, zieht per Direktmandat in den Bundestag ein. Da aber das Parlament mindestens doppelt so viele Sitze hat, kommen daneben auch weitere Bewerber zum Zug. Deren Option: die Landesliste der jeweiligen Partei. Auf dieser hat jede Partei vor der Wahl auf Landesebene festgelegt, wen sie gern in den Bundestag entsenden möchte. Diejenigen, die weiter oben auf der Liste stehen, haben bessere Chancen.


Wie viele Parteien treten zur Bundestagswahl 2021 an?

Der Bundeswahlleiter hat 54 Parteien für die Bundestagswahl zugelassen. Antreten werden allerdings nur 47 Parteien, 40 von ihnen mit eigenen Landeslisten. Wichtig ist: Nicht alle Parteien treten in allen Bundesländern zur Wahl an.


Was bedeutet die Fünf-Prozent-Hürde?

In der Regel erhalten nur Parteien mit mindestens fünf Prozent der Zweitstimmen Sitze im Bundestag. Diese Sperrklausel soll eine zu starke Zersplitterung des Parlaments verhindern. Es gibt aber eine Ausnahme: Hat eine Partei über die Erststimmen mindestens drei Direktmandate gewonnen, bekommt sie auch für die Zweitstimmen Sitze – selbst wenn sie hier beispielsweise nur vier Prozent geholt hat.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL FERNSEHEN | 26. September 2021 | 17:45 Uhr

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