Ein Arbeiter bearbeitet im Werk Oberbaustoffe der Deutschen Bahn (DB Netze) eine Weichenzunge mit einem Winkelschleifer.
Noch nie waren so viele Menschen seit 1990 in Beschäftigung (Archivbild). Bildrechte: picture alliance/dpa | Rolf Vennenbernd

Statistisches Bundesamt Zahl der Beschäftigten in Deutschland steigt auf Rekordniveau

02. Januar 2024, 22:02 Uhr

Mit rund 46 Millionen ist die Zahl der Beschäftigten in Deutschland 2023 auf Rekordniveau gestiegen. Laut Statistischem Bundesamt waren das so viele wie noch nie seit der Wiedervereinigung 1990. Gründe für Zunahme waren die Zuwanderung ausländischer Arbeitnehmer sowie eine gesteigerte Beschäftigung Einheimischer.

Die Zahl der Beschäftigten in Deutschland ist auf ein Rekordniveau gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, waren im vergangenen Jahr im Durchschnitt 45,9 Millionen Menschen erwerbstätig. Das seien so viele gewesen wie noch nie seit der Wiedervereinigung 1990. Der alte Rekord von 2022 sei damit knapp übertroffen worden.

333.000 mehr Erwerbstätige

Nach einer ersten Schätzung stieg die Zahl der Erwerbstätigen im Vergleich zum Vorjahr um 333.000 oder 0,7 Prozent. Den größten Zuwachs gab es demnach in den Bereichen Öffentlicher Dienst, Erziehung und Gesundheit. Als einen Grund für die Beschäftigungszunahme nannte das Bundesamt unter anderem die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte. Hinzu sei eine gesteigerte Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung gekommen.

Neun Zehntel im Dienstleistungsbereich

Neun von zehn der zusätzlichen Beschäftigten fanden dem Statistikamt zufolge einen Arbeitsplatz in den Dienstleistungsbereichen. Ihre Zahl nahm demnach um 295.000 zu. Die zweitstärkste Zunahme verzeichnete der Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe mit 87.000 Erwerbstätigen.

Im Jahr 2020 hatten die Maßnahmen der Corona-Krise den zuvor über 14 Jahre anhaltenden Anstieg der Erwerbstätigenzahl in Deutschland beendet und zu einem Rückgang um 0,8 Prozent geführt. Danach stieg die Erwerbstätigkeit im Jahr 2021 zunächst leicht, im Jahr 2022 dann kräftig wieder an.

AFP/Reuters (dni)

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 02. Januar 2024 | 09:00 Uhr

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