
Nach Insolvenz ADAC übernimmt alle Reisebüros von Galeria
Hauptinhalt
17. Juli 2024, 20:42 Uhr
Deutschlands letzter großer Warenhauskonzern ist auch in der Reisebranche tätig. Nun hat Galeria Kaufhof Karstadt seine Reisebüro-Sparte an den ADAC verkauft. Die Übernahme soll im Oktober erfolgen, alle Beschäftigten werden den Angaben nach übernommen. Die Warenhauskette Galeria hat eine schwere Krise samt Insolvenzverfahren hinter sich. Mit dem Verkauf will sich das Unternehmen mehr auf das Kerngeschäft konzentrieren.
- Der ADAC kauft alle 70 Reisebüros von Galeria.
- Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen übernommen werden.
- Galeria will sich künftig auf das Kerngeschäft Warenhaus konzentrieren.
Der Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof hat seine Reisebüro-Sparte mit 70 Filialen an den Automobilclub ADAC verkauft. Ein entsprechender Vertrag sei geschlossen worden, die Transaktion greife zum Oktober, teilten die beiden Unternehmen am Mittwoch mit. Die Zahl der ADAC-Reisebüros erhöht sich dadurch auf mehr als 240.
ADAC will alle Reisebüro-Mitarbeiter übernehmen
Der ADAC übernimmt zudem die Internetpräsenz www.urlaub.de und darf auch die Webseite www.galeria-reisen.de weiternutzen. Der Kaufpreis für die gesamte Transaktion wurde nicht genannt. Die Räume sollen weiterhin als Galeria-Reisebüros sichtbar sein, ergänzt um die Marke ADAC. Die 280 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würden übernommen werden, hieß es.
Galeria: Konzentration auf Warenhäuser
"Wir sind sehr froh, unsere Marktposition weiter auszubauen", sagte Andreas Hartel, Geschäftsführer des ADAC Hessen-Thüringen. Galeria-Chef Olivier Van den Bossche äußerte sich ebenfalls positiv: "Wir können uns jetzt auf unsere Kernkompetenz Warenhaus mit unseren starken Sortimenten konzentrieren und behalten gleichzeitig die Kompetenz und Frequenz der Kundinnen und Kunden der Galeria Reisebüros in unseren Häusern." Der Vertragsabschluss sei der Startschuss weiterer Partnerschaften von Galeria.
Im Januar hatte Galeria bereits zum dritten Mal innerhalb weniger Jahre Insolvenz angemeldet. Am 1. August werden die US-Investmentgesellschaft NRDC und eine Beteiligungsfirma des Unternehmers Bernd Beetz die neuen Eigentümer. Zum September soll die Zahl der Filialen von zuvor 92 auf 83 sinken.
dpa, AFP, MDR (smk)
Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | Das Nachrichtenradio | 17. Juli 2024 | 13:30 Uhr