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In Sachsen-Anhalt hat die Feuerwehr immer wieder Probleme mit Falschparkern. Mehr dazu im Audio. (Symbolbild) Bildrechte: picture alliance / dpa Themendienst | Robert Guenther
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In Sachsen-Anhalt wird die Feuerwehr immer wieder durch Falschparker bei ihrer Arbeit behindert.

MDR SACHSEN-ANHALT Sa 25.05.2024 10:00Uhr 00:43 min

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Park- und Halteverbot Falschparker blockieren Einsätze der Feuerwehr

26. Mai 2024, 10:26 Uhr

Falschparker behindern in Sachsen-Anhalt immer wieder die Feuerwehr bei ihren Einsätzen. Landesfeuerwehr-Chef Kai-Uwe Lohse fordert mehr Sensibilität. In Magdeburg gibt es immer wieder Kontrollfahrten, um zu prüfen, ob die Feuerwehr durch die Straßen kommt – und bis zu 100 Euro Bußgeld für Falschparker. In Wernigerode wurden bereits Parkflächen reduziert, damit die Feuerwehrautos durch die Straßen kommen.

In Sachsen-Anhalt wird die Feuerwehr immer wieder durch Falschparker bei ihrer Arbeit behindert. Es sei ein Dauerthema, sagte der Chef der Landesfeuerwehr, Kai-Uwe Lohse.

Feuerwehr-Chef Lohse: Park- und Halteverbot beachten

Lohse fordert, dass sowohl Ordnungsämter als auch Bürgerinnen und Bürger sensibler dafür sind. Park- und Halteverbotsschilder würden nicht ohne Grund aufgestellt. Sich daran zu halten sei wichtig – "auch wenn ich mal 20 Meter mehr laufen muss", meint Lohse.

Das Innenministerium verweist drauf, dass die Straßenverkehrsordnung verbietet, im Bereich scharfer Kurven sowie an engen und unübersichtlichen Straßenstellen zu halten oder zu parken. Ein Fahrzeug, das die Abwehr von Gefahren verhindere oder selbst Gefahr verursache, könne abgeschleppt werden.

Feuerwerhauto kommt wegen zugeparkter Straße nicht weiter
Wenn die Feuerwehr nicht zum Einsatzort kommt, können Falschparker abgeschleppt werden. Bildrechte: Imago/ Olaf Döring

Bis zu 100 Euro Bußgeld für Falschparker in Magdeburg

Die Landeshauptstadt Magdeburg sieht das Problem ebenfalls. Problematisch seien vor allem schmale Straßen sowie Einmündungsbereiche. Ein Sprecher erklärte, dass es deshalb immer wieder Kontrollfahrten gebe, um zu testen, wie gut die Feuerwehr im Falle eines Einsatzes durch Wohngebiete kommt. "Ein Ziel ist es, die Öffentlichkeit auf das von Falschparkern verursachte Problem zu sensibilisieren, denn bei einem Einsatz kann im schlimmsten Fall jede Minute zählen", hieß es.

[...] bei einem Einsatz kann im schlimmsten Fall jede Minute zählen.

Sprecher der Stadt Magdeburg

Werden Rettungsfahrzeuge behindert, werden in Magdeburg nach Angaben der Stadt bis zu 100 Euro Bußgeld fällig. Hinzu kämen die Kosten für das Abschleppen, das in solchen Fällen oft nötig sei.

Wernigerode reduziert Parkflächen, damit die Feuerwehr durch kommt

In der Stadt Wernigerode und ihren Ortsteilen im Harz gibt es seit kurzem 36 Parkflächen weniger. Die Stadt teilte mit, dass so die Befahrbarkeit der Rettungswege sichergestellt werden soll. Vor den Änderungen habe die Feuerwehr verschiedene Straßenzüge befahren.

Auch in Wernigerode sind den Angaben zufolge gelegentlich Falschparker ein Problem, die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr behindern. Diese müssten grundsätzlich mit Verwarnung und Bußgeld rechnen. Wenn nötig, werde das Fahrzeug kostenpflichtig umgesetzt.

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dpa, MDR (Maren Wilczek)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 25. Mai 2024 | 10:00 Uhr

7 Kommentare

SafetyIng vor 2 Wochen

Naja, das ist halt leider die Autostadt Magdeburg.
Wenn man wollte könnte man es auch drastischer machen. Wenn ein Fahrzeug in Feuerwehreinfahrten steht oder so, dass die Feuerwehr nicht durch kommt: Abschleppen.

SafetyIng vor 2 Wochen

@filou - Leider erlebe ich es genau anders herum: Oftmals suchen die Vermieter von Parkplätzen händeringend nach Leuten, die bei ihnen mieten wollen, weil halt einfach auf der Straße vorm Haus "ist es ja kostenfrei".
Darf ich also bald meine Küche (nimmt auch etwa 10m² ein) auch einfach so kostenfrei in einer Kiste auf die Straße stellen?
Genau wie astrodon sagt: Parkplätze schaffen ist Aufgabe von Privaten.

astrodon vor 2 Wochen

@filou: Für den Parkraum ist eben NICHT die Kommune zuständig ! das ist ein ganz persönliches Problem. Und "das Problem an der Wurzel packen" bedeutet, in den zu engen Altstadtstraßen das Parken entweder ganz zu verbieten oder bestenfalls nur einseitig zuzulassen, ggf. kombiniert mit Einbahnstraßen-Regelungen. Parkflächen lassen sich finden - nur sind dann eben mal fix 15min Fußweg angesagt. Das ist der Preis dafür, in einer historischen Altstadt zu wohnen.

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