Symbolbild: Windkraftanlage in der Dämmerung
Windkraftanlagenhersteller Enercon investiert in Standort in Magdeburg. Gleichzeitig sollen trotz aktueller Kurarbeit mehr Stellen entstehen. Bildrechte: IMAGO/U. J. Alexander

Trotz Kurzarbeit Enercon will mehrere Millionen Euro am Standort in Magdeburg investieren

26. Oktober 2023, 05:00 Uhr

Der Windkraftanlagenhersteller Enercon geht davon aus, dass bis 2024 die Produktionszahlen deutlich anziehen. Deshalb will Enercon mehrere Millionen Euro in den Standort in Magdeburg investieren. Gleichzeitig sollen wieder mehr Stellen geschaffen werden. All das trotz aktueller Kurzarbeit.

Trotz derzeitiger Kurzarbeit will der Windkraftanlagenhersteller Enercon am Standort Magdeburg Millionen Euro investieren. Das teilte Unternehmenssprecher Felix Rehwald MDR SACHSEN-ANHALT am Mittwoch mit.

Auch Zahl der Mitarbeiter soll steigen

Man wolle Investitionen im zweistelligen Millionenbereich tätigen. Außerdem solle die Zahl der Mitarbeiter von derzeit 760 auf 1.100 steigen. Die Produktion sei im Moment zwar nicht ausgelastet.

Man gehe aber davon aus, dass 2024 die Produktionszahlen deutlich anziehen. Der Auftragseingang liege bereits deutlich über dem Vorjahresniveau. Der Aufschwung wirke sich aber zeitversetzt aus. Für den Standort Magdeburg gelte daher in bestimmten Bereiche weiterhin Kurzarbeit.

Windkraft vor einigen Jahren weniger im Fokus

2019 hatte Enercon allein in Magdeburg rund 1.500 Stellen gestrichen. Die damalige Bundesregierung habe die Windenergie nicht so forciert wie heute, so Enercon-Sprecher Rehwald weiter. Das Unternehmen erwarte, dass sich der jährliche Ausbau der Windenergie innerhalb weniger Jahre vervierfacht.

Am Standort Magdeburg werden derzeit vor allem Generatoren hergestellt. Damit könnte das Werk künftig vom weiteren Ausbau der Windkraft profitieren. Enercon geht für Magdeburg bis 2026 von einer Produktionsmenge von rund 500 Generatoren pro Jahr aus.

MDR (Karin Roxer, Michel Holzberger, Maximilian Fürstenberg)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 25. Oktober 2023 | 17:30 Uhr

14 Kommentare

goffman vor 37 Wochen

@ Atze Ton: „zig Tausende von Politikern“ ... 736 im Bundestag, um die 100 je Landtag ...

„Umwelt“ und „Arbeitsplätze“ sind Ihnen nicht wichtig? Nach mir die Sintflut?

Peter vor 37 Wochen

"Und Fakt ist, Kernenergie ist die preiswerteste Energieform !"
dazu die FAZ: "Frankreichs erster Druckwasserreaktor der neuen Generation (European Pressurized Reactor, EPR) wird noch teurer und später fertig als bislang geplant. Das gab der staatliche Energiekonzern EDF am Mittwoch bekannt. Statt Ende dieses Jahres soll Flamanville 3 nun im Laufe des zweiten Quartals 2023 in Betrieb genommen werden können. Die von EDF kommunizierten Kosten steigen von 12,4 auf 12,7 Milliarden Euro. ... Der Bau von Flamanville 3 in der Normandie läuft seit dem Jahr 2007. Der Reaktor mit einer Leistung von 1650 Megawatt sollte ursprünglich im Jahr 2012 ans Netz gehen und 3,4 Milliarden Euro kosten."
Vox Populi: So sieht´s aus mit den Kosten der Kernenergie. Ganz praktisch und offiziell. Da helfen auch keine gegenteiligen Behauptungen.

Peter vor 37 Wochen

Zitat Bundesnetzagentur für 2023: "Die Bundesnetzagentur hat heute die Höchstwerte für die Ausschreibungen des Jahres 2023 für Windenergie an Land auf 7,35 ct/kWh ... festgelegt."
Laut Fraunhofer-Institut betrugen die Stromgestehungskosten bei Braunkohle im Mittel ca. 12 ct/kWh, für Steinkohle ca. 16 ct und für Erdgas ca. 20 ct. Wohlgemerkt für das Jahr 2021, also vor den massiven Schwankungen in Folge des russischen Überfalls auf die Ukraine.
nasowasaberauch: Und nun können Sie Ihre Behauptung überprüfen.

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