Zum Schutz der Flüsse 30. Internationales Elbe-Saale-Camp in Barby beginnt

25. Juli 2022, 08:08 Uhr

Anfang der 1990er Jahre gründete sich das "Aktionsbündnis Elbe-Saale", um die naturnahen Flussläufe und ihre Auenwälder zu erhalten. Daraus hervorgegangen ist unter anderem das Elbe-Saale-Camp, das dieses Jahr bereits zum 30. Mal durchgeführt wird.

Flussschützerinnen und Flussschützer kommen zum 30. Mal auf den Elbwiesen bei Barby im Salzlandkreis zum "Internationalen Elbe-Saale-Camp" zusammen. Nach der Eröffnung am Sonntag wollen sie bis Ende Juli mit Aktionen und Veranstaltungen für den Schutz der Flüsse Elbe und Saale werben. Nach eigenen Angaben sehen die Organisatoren die Priorität im Erhalt der ursprünglichen Flusslandschaft.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wollen diese während des Camps des Aktionsbündnisses Elbe-Saale per Boot, mit dem Rad und zu Fuß erkunden. Das Motto des diesjährigen Camps lautet "Ausblick Elbe".  Nur eine lebendige Auenlandschaft könne beispielsweise als Puffer bei Hochwasser dienen und müsse unter allen Umständen erhalten werden. Die Aktivistinnen und Aktivisten fordern deshalb, die "Ziele für die Elbe der Realität anzupassen". Die Elbe müsse die Aue wieder erreichen, um sie mit Wasser versorgen zu können.

Zur Eröffnung des 30. Elbe-Saale-Camps geht es in einer Führung mit dem Umweltschützer und Autoren Ernst Paul Dörfler um den Fischadler. Bis Ende kommender Woche stehen Filme, Exkursionen, Diskussionen und Musikveranstaltungen auf dem Programm. Höhepunkt soll anlässlich des 30. Camp-Geburtstages ein Fest am 29. Juli sein. Besucher sind nach Angaben der Veranstalter an allen Tagen willkommen.

dpa/MDR (Manuel Mohr)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT | 24. Juli 2022 | 10:00 Uhr

1 Kommentar

Basil Disco am 25.07.2022

Sachsen-Anhalt verhindert gerade für Jahrzehnte, wenn nicht noch länger durch einen rechtlich fragwürdigen Ausbau der bestehenden Deiche praktisch über die gesamte Elbstrecke Deichrückverlegungen. Dabei wird die Deichverbreiterung rücksichtslos durch die hochwertigsten Schutzgebiete geprügelt.

Mehr aus Salzlandkreis, Magdeburg, Börde und Harz

Mehr aus Sachsen-Anhalt