Helmholtz-Zentrum Experte hält Wasser-Nutzung durch Intel für unproblematisch

Das Helmholtz-Zentrum sieht in der Intel-Ansiedlung in Magdeburg keine Gefahr für die Wasserversorgung. Ein signifikanter Einfluss auf die Elbe durch Wasser-Entnahmen sei unwahrscheinlich. Nur weil das Oberflächenwasser gerade gering sei, bedeute das nicht, dass es automatisch zu wenig Grundwasser für ein Unternehmen gebe.

Der Wasserstand der Elbe bei Magdeburg lässt Steine und Flächen auftauchen.
Auch in Niedrigwasserzeiten sind Wasserentnahmen aus der Elbe durch Intel unproblematisch, sagt Dietrich Borchardt vom Helmholtz-Zentrum in Magdeburg. Bildrechte: IMAGO / Sabine Gudath

Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Magdeburg sieht im Zusammenhang mit der Intel-Ansiedlung in der Stadt keine Gefahr für die Wasserversorgung. Der Bereichsleiter "Wasserressourcen und Umwelt", Dietrich Borchardt, sagte MDR SACHSEN-ANHALT am Freitag, er könne sich nicht vorstellen, dass die Wasser-Entnahme-Mengen aus der Elbe so groß seien, dass sie einen signifikanten Einfluss auf die Elbe hätten, auch nicht in Niedrigwasser-Zeiten.

Borchardt stellte außerdem klar, dass die momentane Trockenheit des Bodens noch lange nicht bedeute, dass nicht örtlich und regional genügend Grundwasser vorhanden sein könne, um ein Industrieunternehmen wie Intel anzusiedeln.

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Übernutzung gerade in Zeiten des Klimawandels vermeiden

Trotzdem muss laut Borchardt darauf geachtet werden, dass keine Übernutzung der vorhandenen Wasser-Ressourcen stattfinde.

Eine Ansiedlung wie Intel ist aus Wasser-Sicht kein Problem.

Dietrich Borchardt, Bereichsleiter "Wasserressourcen und Umwelt" am Helmholtz-Zentrum Magdeburg

Wichtig sei, dass nur so viel Wasser entnommen werde, wie sich unter Berücksichtigung des Klimawandels auch erneuere.

Grundsätzlich sei nicht verwerflich, die Wasser-Ressourcen in Anspruch zu nehmen. Gleichzeitig erklärte er, dass Wasser-Entnahme-Verbote für Flüsse und Seen in einigen Fällen durchaus sinnvolle Maßnahmen zum Schutz der Gewässer und Lebewesen seien.

Kritik an der Wasser-Nutzung durch Intel

Der Konzern Intel hatte im März angekündigt, für seine Chip-Fabriken am Eulenberg bei Magdeburg einen eigenen Wasserkreislauf zu nutzen. Im April wurde bekannt, dass beantragt wurde, Wasser aus der Elbe zu verwenden. Von Intel hatte es geheißen, beide Fabriken benötigten "große Mengen Wasser und eine gute Anbindung an vorhandene Logistik-Infrastruktur".

Danach hatte es zum Teil massive Kritik und Bedenken an der Wasser-Entnahme des Unternehmens aus der Elbe gegeben. Einige hatten Befürchtungen geäußert, die Gegend sei zu trocken, um die Fabrik ohne Probleme mit Wasser zu versorgen.

Zur Versorgung der Fabrik mit Elbe-Wasser soll eine elf Kilometer lange Leitung gebaut werden. Erst am Donnerstag sind die Bebauungspläne für die Fabrik im Stadtrat von Magdeburg genehmigt worden.

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MDR (Julien Bremer, Marcel Roth, Christoph Dziedo, Leonard Schubert)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 10. Juni 2022 | 17:00 Uhr

10 Kommentare

Peter vor 8 Wochen

Ich bin durchaus verwundert, dass hier so vehement auf Intel eingedroschen wird. Und ebenso wundert es mich, dass Tesla zum Buhmann gemacht wird.
Die verbrauchen in Grünheide 1,4 Mio Liter Wasser pro Jahr. Klingt viel, ist aber wenig, wenn man mal vergleicht: Das Stahlwerk Eisenhüttenstadt verbraucht 8 Mio Liter, PCK Schwedt 20 Mio und der Braunkohlekonzern LEAG sogar 100 Mio Liter pro Jahr. (Quelle: RBB24)
Ich kenne die Prognosen für Intel nicht. Die werden sich aber wohl sicher eher im Bereich von Tesla bewegen.

Krachbumente vor 8 Wochen

Woher haben Sie eigentlich Ihre Informationen? Plappern Sie nur das nach, was in der Zeitung steht? In Grünheide gibt es kein Wasserproblem, es gibt aber einen Wasserverband der sich querstellt, da er die neuen Investitionen in seine Infrastruktur scheut. Die Medien und die Umweltverbände behaupten einfach, das es da ein Wasserproblem gibt.

Soldaten Norbert vor 8 Wochen

Umwelt spielt immer dann keine Rolle mehr, wenn Grosskonzerne ihre Fabriken errichten. Man siehe nur nach Brandenburg, wo Tesla mitten im Wasserschutzgebiet ohne Baugenehmigung sein Machtbereich ausgeweitet hat. Der dortige Wasserverbrauch bringt massive Probleme, aber wen interessiert. Die Macht der Wirtschaft, die Macht des Kapitals ist ein Deutschland ungebrochen. Gesetze sind dann nur noch von zweitrangiger Bedeutung. Nur wenn es um darum geht, den kleinen Mann zu drangsalieren, dann ist er da, der starke Staat !

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