Sachsen Ministerpräsident Kretschmer schließt Zusammenarbeit mit Werteunion aus

22. Januar 2024, 08:34 Uhr

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat eine Zusammenarbeit mit der Werteunion ausgeschlossen. Auf die Frage, ob er wie im Fall der AfD eine Zusammenarbeit mit der Werteunion ausschließe, wenn diese nach ihrer Gründung ins Parlament käme, sagte der CDU-Politiker am Sonntagabend in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin": "Ja, da gilt das Gleiche. Wir sehen doch, was das für Leute sind. Die haben einen solchen Hass nicht nur auf die CDU und die CSU, sondern auch auf das, was wir so den gesunden Menschenverstand nennen: Leben und leben lassen."

Wer möchte, dass eine bürgerliche, konservative Kraft in diesem Land Verantwortung trägt, der werde feststellen müssen, dass es durch das Zersplittern der Parteien nichts werde, sagte der CDU-Politiker mit Blick auf die Werteunion und die neue Linkspartei "Bündnis Sahra Wagenknecht". "Die Werteunion hat nie eine Machtoption, sie wird immer nur populistische Stimmen sammeln, aber nicht tatsächlich Dinge umstellen können."

Am Wochenende hatte die konservative Werteunion den Weg frei gemacht für die von ihrem Chef Hans-Georg Maaßen geplante Parteigründung. Diese soll so zeitnah erfolgen, dass eine Teilnahme an den Landtagswahlen in Thüringen, Sachsen und Brandenburg im September gewährleistet sein werde, erklärte die Werteunion. Gegen den Ex-Verfassungsschutzchef Maaßen läuft seit vergangenem Jahr bei der CDU ein Parteiausschlussverfahren.

MDR (ama)/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Nachrichten | 22. Januar 2024 | 08:00 Uhr

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