Justiz Auftakt für Mordprozess am Landgericht Leipzig

Am Landgericht Leipzig beginnt am Freitag ein weiterer Mordprozess. Ein Mann wird beschuldigt, einen 19-Jährigen mit einer Schusswaffe getötet zu haben. Als Motiv vermuten die Ermittler Drogenschulden.

Landgericht Leipzig
Am Landgericht Leipzig werden an diesem Freitag zwei Mordprozesse verhandelt. Bildrechte: MDR/Lars Tunçay

Kopfschuss aus nächster Nähe

Vor dem Leipziger Landgericht beginnt am Freitag der Mordprozess gegen einen Mann. Der 20-Jährige wird beschuldigt, im Januar an einem Feldrand bei Schkeuditz einen 19-Jährigen getötet zu haben. Er habe seinem Opfer aus nächster Nähe in den Kopf geschossen, so die Anklage. Die Leiche des 19-Jährigen wurde erst Tage später auf dem Feld in der Nähe des Flughafens Leipzig/Halle gefunden.

Schulden im Drogenmilieu vermutet

Der Täter soll sich bei der Suche nach dem zunächst Vermissten durch sein auffälliges Verhalten selbst ins Visier der Ermittler gebracht haben. Das Motiv sei bislang unklar, der Angeklagte habe sich bisher nicht dazu geäußert.

Möglicherweise ging es um Schulden im Drogenmilieu. Nach der Tat soll der Angeklagte mehrere Taschen mit Marihuana und Cannabisblüten an sich genommen haben. Für den Prozess sind bis November zwölf weitere Verhandlungstage anberaumt worden.

MDR (ma)/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | Nachrichten | 01. Juli 2022 | 08:00 Uhr

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