Bundestagswahlkampf Ärger im Kreis Görlitz: SPD-Bürgermeister werben für CDU-Kandidaten

Zwei Bürgermeister der Sozialdemokraten werben im Wahlkreis Görlitz für den Direktkandidaten der CDU. Ihre SPD-Parteikollegen reagieren mehr als verschnupft. Den beiden Bürgermeistern droht nun der Ausschluss aus ihrer Partei.

Würfel mit dem Logo von CDU und SPD
Im Landkreis Görlitz haben sich zwei Bürgermeister für eine sehr ungewöhnliche Wahlwerbung entschieden. Bildrechte: IMAGO

Nach einer Wahlwerbung im Internet gibt es Ärger im SPD-Kreisverband Görlitz. Zwei SPD-Bürgermeister hatten sich für einen Direktkandidaten ausgesprochen - allerdings nicht für den aus ihrer Reihe. Wie die Sächsische Zeitung berichtete, wird ihnen nun ein Parteiausschlussverfahren angedroht.

Dem anderen bessere Chancen ausgerechnet

Die Bürgermeister von Oybin und Rietschen hatten sich an einem Wahlaufruf für den CDU-Direktkandidaten Florian Oest beteiligt. Begründet haben sie das damit, dass dieser die besseren Chancen gegen den AfD-Kandidaten Tino Chrupalla habe. Es gehe darum, dass jemand als Ansprechpartner den Landkreis in Berlin vertrete, der sich auch um die Region kümmere, erklärten die beiden SPD-Bürgermeister den Grund für ihr ungewöhnliches Verhalten.

Der SPD-Landesverband will sich weiter nicht zu der Auseinandersetzung äußern, das sei Sache des Kreisverbandes. Man wolle aber allen Beteiligten ein Gesprächsangebot machen, so SPD-Generalsekretär Henning Homann. Die sächsische SPD kämpfe um jede Erst- und jede Zweitstimme bei der Bundestagswahl, betonte er.

Quelle: MDR/ud

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Nachrichten | 17. September 2021 | 12:00 Uhr

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