Telekommunikation Kein schnelles Internet: Schierschwende steht weiter auf der Leitung

Die knapp 130 Einwohner von Schierschwende im Unstrut-Hainich-Kreis müssen weiter auf schnelles Internet warten. Der Ausbau verzögert sich. Wie Bürgermeister Andreas Henning (pl) MDR THÜRINGEN sagte, passen nach der abgeschlossenen Ausschreibung Bauzeit und Förderzeitraum nicht mehr zusammen.

Frisch verlegte Glasfaserkabel schauen aus einem Schacht.
Auf die Glasfaseranschlüsse müssen die Einwohner in Schierschwende noch länger warten. (Symbolbild) Bildrechte: imago images/Eckhard Stengel

36 Glasfaseranschlüsse geplant

Er müsse nun mit der Thüringer Aufbaubank über eine Verlängerung des Förderzeitraums bis 2024 verhandeln, so Henning. Im Fördermittelbescheid stehe Oktober 2023 als Bauende. Erst nach einer Fristverlängerung könne er die Aufträge auslösen. Es geht um das Verlegen von 36 Glasfaseranschlüssen für rund eine Million Euro. 50.000 Euro davon kommen aus dem Gemeindehaushalt. Gebaut werden sollte in diesem Jahr.

Die einzige Telefonleitung in das Südeichsfelder Dorf Schierschwende im Südeichsfeld.
Die einzige Telefonleitung in das Südeichsfelder Dorf Schierschwende. Bildrechte: MDR/Claudia Götze

Nur langsames DSL und kein Mobilfunk im Ort

Schierschwende ist ein Ortsteil der Landgemeinde Südeichsfeld und war in den vergangenen fünf Jahren bei allen Breitband-Förderprogrammen von Land, Bund und Kreis unberücksichtigt geblieben. Die einzige Telefonleitung in den Ort macht nur DSL-Anschlüsse mit maximal ein bis zwei MBit/Sekunde im Upload und sieben bis acht MBit/Sekunde im Download möglich. Zudem ist der Ort ein "Funkloch" - Handys haben keinen Empfang, so dass auch die Option ausscheidet, über das Mobilfunknetz ins Internet zu gehen.

MDR (fno)

3 Kommentare

Thueringer Original vor 19 Wochen

Über die vorhandene Leistung an DSL wäre ich vor 5 Jahren in meinem Dorf froh gewesen.

"Zudem ist der Ort ein "Funkloch" - Handys haben keinen Empfang, so dass auch die Option ausscheidet, über das Mobilfunknetz ins Internet zu gehen."

Vielleicht wird andersrum ein Schu draus. Erst Mobilfunkmast aufstellen. Diesen mit Glasfaserkabel erschließen und dann die Leute aus dem Dorf mit Internet via Mobilfunk versorgen. Kommt deutlich billiger als die aktuelle Planung.

camper21 vor 19 Wochen

Knapp 28.000€ für einen Hausanschluss und die Allgemeinheit zahlt. Warum legt man das nicht auf die Hauseigentümer um ? So wie auch einen Wasser- Abwasser- oder Gasanschluss.

Tamico161 vor 19 Wochen

Früher gab es dafür eine Daseinsvorsorge und heute regelt dies eben der Markt und dieser Markt ist eben nicht vorhanden. Es rechnet sich halt nicht!

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