Sicherheit Geras Oberbürgermeister will mit mehr Polizei die Sicherheit erhöhen

12. Mai 2023, 13:11 Uhr

Der Vandalismus in Gera nimmt laut Oberbürgermeister Julian Vonarb zu, alkoholisierte Gruppen Jugendlicher würden Probleme bereiten. Wie er dagegen vorgehen will, erklärte er nun im Stadtrat.

Geras Oberbürgermeister Julian Vonarb (pl) will die Sicherheit in der Stadt deutlich verbessern. Dazu hat er dem Stadtrat am Mittwochabend konkrete Pläne vorgestellt.

So soll zum einen die Polizeipräsenz in der Innenstadt erhöht werden. Die Stadt werde an einem zentralen Punkt in der Heinrichstraße Räume schaffen für zwei Polizisten, kündigte Vonarb an. Allein die Präsenz der Beamten werde dazu führen, dass gewisse Grundregeln eingehalten werden.

Alkoholverbotszone in Gera ausweiten

Zudem soll die seit Mitte 2017 geltende Alkoholverbotszone in der Heinrichstraße ausgeweitet werden. Es bestehe ein "allgemeines Problem mit größeren, teils alkoholisierten Gruppen Jugendlicher", sagte Vonarb. Immer häufiger gebe es Vandalismus.

Auch eine Videoüberwachung an der zentralen Umsteigestelle soll geprüft werden. Der Oberbürgermeister kündigte darüber hinaus an, dass er sich beim Innenministerium für mehr Polizisten in Gera stark machen will. Vor allem brauche es zusätzliche Kontaktbereichsbeamte, wie es in Erfurt oder Jena bereits der Fall sei. Erste Ergebnisse der Sicherheitsoffensive werden bis zum Jahresende erwartet.

MDR (kku/mm)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 12. Mai 2023 | 07:00 Uhr

29 Kommentare

Matthi am 13.05.2023

Geras Oberbürgermeister will mit mehr Polizei, Videokameras und Alkohol Verbotszonen die Sicherheit erhöhen finde ich sehr gut das Problem wird sein, mehrheiten im Stadtrat zu finden. Diese Initiative wäre auch für Erfurt gut ist aber wegen der Zusammensetzung im Stadtrat unrealistisch das hat ja die Vergangenheit gezeigt.

Mischka am 12.05.2023

Im Großen und Ganzen haben Sie recht. Allerdings muss ich Ihnen in einem Punkt widersprechen. Gera ist nicht das Zentrum der Verlierer der deutschen Einheit. In Gera hat man bei Entscheidungen damals einfach die Zeichen der Zeit nicht erkannt und als man aufwachte war es zu spät. Es gab einige große Unternehmen, welche sich in Gera neu ansiedeln wollte nur es gab dafür bei Entscheidungsträgern damals kein Wohlwollen.

Mischka am 12.05.2023

Man muss auch mit keiner Grundlinie einer Partei konform gehen, aber vielleicht ist ein simpler Lösungsvorschlag der richtige Denkanstoss für eine komplexe Lösungsfindung. Da hilft mir ein einfacher Satz aus meinem Chemieunterricht und der ist ganz simpel "Erst das Wasser dann die Säure sonst geschieht das Ungeheure". Vielleicht wissen Sie was ich mein.

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