Ein Feuerwehrauto und ein Teleskoplader vor der Landesfeuerwehrschule in Bad Köstritz.
Landesfeuerwehrschule in Bad Köstritz: Laut einer Bedarfsstudie muss die Ausbildungsstätte vergrößert werden. Bildrechte: imago images/Jacob Schröter

Bedarfsstudie Thüringer Landesfeuerwehrschule muss ausgebaut werden

16. September 2022, 13:43 Uhr

Thüringen braucht nach einer vom Innenministerium beauftragten Studie mehr Kapazitäten für die Feuerwehrausbildung. Deshalb soll die Landesfeuerwehrschule in Bad Köstritz im Landkreis Greiz in den kommenden Jahren erweitert werden.

Die Thüringer Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule muss deutlich ausgebaut und erweitert werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Bedarfsstudie, die vom Thüringer Innenministerium in Auftrag gegeben worden war. Sie wurde am Donnerstag im Innenausschuss des Landtags vorgestellt.

Energiewende wirkt sich auf Feuerwehrausbildung aus

Der Studie zufolge steigt der Bedarf der Lehrgangsplätze im Freistaat innerhalb der nächsten 13 Jahre um mehr als 200 Prozent - auf 8.400 Plätze. Die Gutachter empfehlen daher, das Personal an der Landesfeuerwehrschule in Bad Köstritz von derzeit 51 auf 70 Beschäftigte aufzustocken. Zudem soll die Zahl der Betten von 80 auf etwa 138 erhöht werden.

Laut dem Gutachten geht es nicht nur darum, Feuerwehrleute auszubilden und zum Beispiel auf Einsätze in Tunneln vorzubereiten. In Folge der Energiewende kommen neue Herausforderungen hinzu. Brennen Windräder, Elektrofahrzeuge oder Biogasanlagen, müssen das die Feuerwehrleute künftig auch in den Griff bekommen können.

Innenminister: Machbarkeitsstudie liegt bereits vor

Innenminister Georg Maier (SPD) sagte, die Experten hätten eine Machbarkeitsstudie aus dem vergangenen Jahr und damit die geplanten Aus- und Neubauarbeiten weitgehend bestätigt. In vier Stufen sollen zwischen 2024 und 2032 Unterkunfts- und Multifunktionsgebäude, Lehr- und Ausbildungsbereich, Fahrzeughalle sowie Technik und Versorgungsgebäude erneuert werden.

Die seit 1991 bestehende Landesfeuerwehrschule ist die zentrale Thüringer Ausbildungsstätte für freiwillige und Berufsfeuerwehrleute. Kameradinnen und Kameraden werden hier im Brandschutz, in der Allgemeinen Hilfe und im Katastrophenschutz aus- und fortgebildet.

MDR (Thomas Tasler), dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 16. September 2022 | 08:00 Uhr

1 Kommentar

Erst denken - dann handeln am 16.09.2022

Irgendwie schon bezeichnend für den Zustand des Feuerwehrwesens und des Umgangs der Politik mit diesem in Thüringen. Schön dass nun mordernisiert wird, aber warum erst jetzt? Ich hoffe ja mal man macht endlich mal die Augen auf und unterstützt die Feuerwehren wie in anderen Bundesländern. Z.B. beim Führerschein; die Fzg. werden immer größer, fast jede FW hat zerzeit einen 7,5Tonner nur fahren können den immer weniger Kameraden. Wer bis 98 den Autoführerschein gemacht hat, darf das noch, alle die danach kamen dürfen nicht fahren. In BY wird man von einen Maschinisten auf so ein Fzg. eingewiesen, und mit dem Nachweis der Einweisung kann mam das Auto fahren. In TH fördert das land den richtigen LKW schein für mit ca. 1/3 der Gesamtkosten. Lächerlich, der Kamerad bleibt damit auf ca. 4-5 tsd € sitzen.

Oder beim Alter in dem man mitmachen kann bei der richtigen FW. Das hat man hochgenommen von 16 auf 18 Jahre.So bindet man keinen Nachwuchs. Die suchen sich zwischen 14 und 18 neue Hobbys.

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