Drei Männer betrachten einen Gegenstand in einem Institut.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (Mitte) in Jena, hier mit Ministerpräsident Bodo Ramelow und MP Ramelow und Andreas Tünnermann, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Optik und Feinmechanik. Bildrechte: MDR/Wolfgang Hentschel

Politik Bundespräsident Steinmeier besucht Jena und ruft zu Optimismus auf

22. Februar 2024, 17:54 Uhr

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Donnerstag Jena besucht. Er warnte vor einer zu pessimistischen Sicht auf die wirtschaftliche Lage und rief zu einer stärkeren Auseinandersetzung mit der AfD auf.

Bei einem Besuch in Jena hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Donnerstag zu Optimismus und Weltoffenheit aufgerufen. "Wir übersehen manchmal, was an Zukunft in diesem Lande besteht und wo an Zukunft gearbeitet wird. Jena ist ein solcher Standort".

Die Universitätsstadt und ihre optische Industrie seien "ein Leuchtturm" und hätten weltweite Strahlkraft. "Das geht auch deshalb, weil Thüringen, weil Jena ein weltoffener Standort geworden und geblieben ist", sagte Steinmeier. Das sei Voraussetzung dafür, dass die internationale Vernetzung gewährleistet bleibe, die leistungsstarke Forschung brauche. 

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Ministerpräsident Bodo Ramelow in Jena.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (li.) am Donnerstag im Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik in Jena. Bildrechte: MDR/Wolfgang Hentschel

Besuche im Fraunhofer-Institut und bei Carl Zeisss

Der Bundespräsident besuchte in Jena gemeinsam mit Ministerpräsident Bodow Ramelow (Linke) das Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik sowie Carl Zeiss. Dort informierte er sich etwa über Kommunikationsnetze, die auf Quantentechnik basieren, über die Erdbeobachtung aus dem Weltraum mittels speziell hergestellter Spiegel sowie über ein 3D-Mikroskop, das auch für die Krebsforschung eingesetzt wird.

Frank-Walter Steinmeier an einem Stehtisch mit Studierenden.
Frank-Walter Steinmeier im Gespräch mit Studierenden in Jena. Bildrechte: MDR/Wolfgang Hentschel

Steinmeier kommentierte auch die politische Situation in Thüringen mit Blick auf die Landtagswahl im Herbst. Er rief zu einer stärkeren demokratischen Auseinandersetzung mit der AfD auf. Umfragen seien keine Wahlergebnisse, sagte er. Es bringe nichts, eine Partei schon im Vorfeld zum Sieger zu erklären.

Er verwies darauf, dass in den vergangenen Wochen Millionen Menschen auf der Straße gewesen seien und sich für die Demokratie und ihre Spielregeln eingesetzt hätten. Eine der wichtigsten Spielregeln sei, dass in der demokratischen Auseinandersetzung Hass und Gewalt keinen Platz haben dürften, sagte er mit Blick auf den Brandanschlag auf das Haus eines SPD-Politikers in Schnepfenthal.

Frank-Walter Steinmeier und mehrere andere Männer unterhalten sich auf einem Flur.
Fraunhofer-Abteilungsleiter Stefan Risse zeigt Bauteile, die unter anderem bei Weltraummissionen eingesetzt werden. Bildrechte: MDR/Wolfgang Hentschel

MDR (mm), dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 22. Februar 2024 | 19:00 Uhr

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