Arbeitszeit Rudolstadt: Siemens Healthineers will 35-Stunden-Woche einführen
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18. Oktober 2024, 11:35 Uhr
Siemens Healthineers in Rudolstadt will in zwei Jahren die 35-Stunden-Woche für die Beschäftigten erreichen. Das teilte die Gewerkschaft IG Metall mit. Die Arbeitszeit solle dazu in drei Schritten bei gleichem Lohn verkürzt werden.
Hoffnung auf neue Fachkräfte
Seit Oktober wird bei Siemens Healthineers bereits nur noch 36 Stunden in der Woche gearbeitet. Die Arbeitszeitverkürzung hat laut Betriebsrat problemlos funktioniert und das Werk laufe bei guter Auftragslage auf Hochtouren. Von der Vereinbarung verspricht sich der Siemens-Konzern Vorteile im Wettbewerb um Fachkräfte.
Bei der Medizintechnik-Sparte des Siemens-Konzerns entwickeln und produzieren eigenen Angaben zufolge 270 Mitarbeitende im Werk Rudolstadt Vakuum- und Röntgenkomponenten für den medizinischen und industriellen Einsatz.
Die 35-Stunden-Woche war Anfang Oktober bei Carl-Zeiss in Jena als erstem Großbetrieb in Ostthüringen eingeführt worden. Mehr als drei Jahrzehnte kämpfte der Betrieb für die Angleichung der Arbeitszeit in den Zeiss-Unternehmen in Ost und West.
Andere Großunternehmen wollen nachziehen
In anderen Branchen liegen die Wochenarbeitszeiten je nach Tarifabschluss bei rund 38 Stunden. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit in Thüringen ist laut Landesamt für Statistik seit 2011 rückläufig. So wollen auch andere große Unternehmen wie VW, Porsche oder BMW in Sachsen die 35-Stunden-Woche im nächsten Jahr einführen.
MDR (uwk/pvk)
Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 18. Oktober 2024 | 11:00 Uhr
BaSa-SGD vor 23 Wochen
@Daniel: "die Sonne scheint schön..." Die Artikel, die Sie kommentieren, lesen Sie aber schon noch. Dass ich mich ehrlich für die Angestellten freue und hoffe, dass sich andere Betriebe daran ein Beispiel nehmen, dafür muss ich mich nicht bei Ihnen entschuldigen. Ihre Kommentare, egal unter welchem Artikel sind immer die gleichen: uns geht's schlecht, es wird immer schlimmer, die Grünen..., die Ausländer, mimimi...
Hab ich was vergessen?
Gehen Sie Mal raus! Da scheint die Sonne. Schönes Wochenende Ihnen!
Harka2 vor 23 Wochen
@DanielSBK
Der öffentliche Dienst hat die 40 Stunden - Woche und dies schon seit der Wende. Man hatte lediglich zu CDU-Zeiten die Beamten mal auf 42 Stunden hochgestuft, damit sie ein Arbeitszeitkonto anhäufen und dies vor der Rente abbummeln. Unter dem Modell leidet der öffentliche Diernst bis heute, da die Stellen weiterhin als besetzt gelten, die Beamten dazu aber quasi bereits in Rente sind.
DanielSBK vor 23 Wochen
"fordern Sie halt mehr Geld"
Hier zahlen im Umkreis von 50 Kilometern aber alle Unternehmen den gleichen "ortsüblichen Lohn"... wir haben hier z.B. auch eine Lohnhärterei, die härten Munition - ehemals in der neutralen Schweiz - für Bundeswehrmunition/Ukrainekrieg. Diese Firma heißt "xxx Auftragshärterei GmbH" und ZAHLT nicht nach IGM... während sich die 1:1 original Westfirma aus Niedersachsen "xxx Lohnhärterei GmbH" nennt - sind aber die selben Inhaber, die dahinter stecken und natürlich in Niedersachsen einen IGM-Lohn bezahlen wo ich in der ERA EG5 schon über 3000€ als Facharbeiter hätte....
Ich finde solche perfiden Tricks beschämend und die widern mich einfach nur an! Das sieht man es auch deutlich, wie es um die "Einheit" steht...