Sicherheitsbedenken VR-Bank gibt Filiale im Wartburgkreis nach Anschlag auf

31. März 2023, 15:37 Uhr

Immer wieder werden in Thüringen Geldautomaten gesprengt. Selbst ohne Beute ist der angerichtete Schaden bei solchen Sprengungen gewaltig und geht in die Millionen. Die VR-Bank Bad Salzungen-Schmalkalden gibt deshalb jetzt ihre Filiale in Schweina im Wartburgkreis auf.

Die VR-Bank Bad Salzungen-Schmalkalden gibt nach dem Anschlag auf einen Geldautomaten im Januar ihre Filiale in Schweina im Wartburgkreis auf. Als Grund nannte Sprecher Mike Helios die Kosten und anhaltende Sicherheitsbedenken.

Im Nachbarort Steinbach baut die Bank ihren Geldautomaten ab. Der Standort sei zum einen wenig genutzt worden, zum anderen sei er abgelegen, so Helios. Er kündigte an, die VR-Bank werde sich auf die Sicherheit am verbleibenden Standort in Bad Liebenstein konzentrieren. Zuerst hatte das Freie Wort berichtet.

Immer wieder Anschläge auf Geldautomaten

Immer wieder werden Geldautomaten gesprengt - auch in Thüringen. Hier zählte das Landeskriminalamt mit Stand vergangenes Jahr allein seit 2016 43 Sprengungen. Selbst ohne Beute ist der angerichtete Schaden bei solchen Sprengungen gewaltig und geht in die Millionen. Zur besseren Sicherung der Geldautomaten denken Filialen über bessere Alarmanlagen oder längere Schließzeiten nach.

MDR (gh)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 31. März 2023 | 15:00 Uhr

12 Kommentare

knarf am 02.04.2023

Ralf G:Wie Sie selbst schrieben bei der SPD-Innenministerin.Wie ich aber an Ihren Kommentaren sehe wird das schwierig weil Sie sich selbst nicht vertrauen?

knarf am 02.04.2023

Schade dass unsere Banken es nicht fertig bringen sich von den Niederländern es zeigen lassen wie man das Bargeld im Moment des Überfalls unbrauchbar machen kann!Oder begründet man das deutsche Bankenfehlverhalten damit das Bargeld abzuschaffen?

Der Erfurter Bub am 31.03.2023

Das ist einfach zu erklären, die Liebe der Deutschen zum Bargeld. Nehmen Sie als Beispiel Dänemark, dort beträgt der Bargeld-Anteil an allen Zahlungen noch lediglich 12% während es in D fast 60%sind. Des weiteren gibt es in D noch ca. 55.000 Geldautomaten, in Dänemark gerade Mal 800, auch in anderen EU Ländern gibt es relativ wenige Automaten und diese zumeist in den Städten. Dazu kommt, wie Sie bereits anmerken, das außerhalb Deutschlands die Automaten (das Geld) mittels Farbe oder Leimkartuschen, Videokameras und weiterer Sicherheitstechnik geschützt sind. Das ist aber sehr kostspielig für die Banken. Der Großteil der Banden die sich auf die Sprengung von Geldautomaten "spezialisiert" haben kommen aus den Niederlanden, wo das Problem als erstes auftrat. Die niederländischen Banken aber haben schnell darauf reagiert und in Technik investiert, was bei den wenigen Automaten aber beileibe nicht so aufwendig und teuer wäre wie bei uns und so zogen die Banden weiter ostwärts.

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