Kommunen Steffan gewinnt Bürgermeisterwahl in Gerstungen und kündigt juristisches Nachspiel an

26. Februar 2024, 13:50 Uhr

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Daniel Steffan (CDU) ist neuer hauptamtlicher Bürgermeister von Gerstungen im Wartburgkreis. Für den 49-jährigen Selbständigen aus Hörselberg-Hainich stimmten am Sonntag 70,4 Prozent der Wähler.

Ein Mann im blauen Sakko und weißem Hemd.
Daniel Steffan ist nun Bürgermeister in Gerstungen. Bildrechte: Susanne Ruge

Auf seinen Gegenkandidaten Markus Griebel entfielen 29,6 Prozent. Der 50-jährige Pharmareferent aus Lauchröden war der Kandidat der Liste für Alternative Demokratie.

Der bisherige Amtsinhaber Tim Rommert (parteilos) hatte das Bürgermeisteramt überraschend vorzeitig zum Jahresende aufgegeben.

Zur Wahl waren rund 7.700 wahlberechtigte Einwohner von Gerstungen aufgerufen. Die Wahlbeteiligung lag bei knapp 53 Prozent.

Das Ortsschild der Gemeinde Gerstungen
Gerstungen hat fast 10.000 Einwohner. Bildrechte: picture alliance / dpa | Sebastian Kahnert

Neuer Bürgermeister beklagt anonyme Vorwürfe

Nach seinem Sieg hat Steffan wegen übler Nachrede im Wahlkampf Anzeige gegen Unbekannt angekündigt. Nach seinen Angaben waren kurz vor der Wahl auf Flugblättern, in Sozialen Medien und in anonymen Anrufen unwahre Anwürfe gegen ihn persönlich verbreitet worden. Das lasse er so nicht laufen.

Ein solches Verhalten sei keine politische Kultur und habe in Gerstungen "eine gewisse Vorgeschichte", sagte er. Steffan spielt damit offensichtlich auf den Amtsverzicht seines Vorgängers an. Tim Ronnert hatte seinen Schritt unter anderem damit begründet, dass ihm und dem Verwaltungspersonal nicht "der gewünschte Respekt" entgegengebracht worden sei. Es habe "Vorwürfe der Unfähigkeit" gegeben. Steffan verwies zugleich aber darauf, dass er im Wahlkampf sehr anständig behandelt worden sei.

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MDR (rub/dr)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 25. Februar 2024 | 19:00 Uhr

9 Kommentare

MDR-Team vor 7 Wochen

Hallo, Herr Steffan spielt auf den Amtsverzicht seines Vorgängers an, der unter anderem erklärt hatte, ihm und seiner Verwaltung seien Unfähigkeit bescheinigt worden.

MDR-Team vor 7 Wochen

Die Liste für alternative Demokratie" wurde 1994 gegründet. Eigenen Angaben zufolge, um u.a. "Kommunalpolitik jenseits von parteipolitischen Vorgaben" zu gestalten und die Demokratie vor Ort zu fördern.

DER Beobachter vor 7 Wochen

"Liste für alternative Demokratie": Ist das sowas wie die AgD auf kommunaler Ebene und wie diese auf Basis "alternativer Fakten" argumentierend so wie offenbar die Verleumdungskampagne?

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