Leopard 2A7 der BUndeswehr
Ein Leopard 2A7 der Bundeswehr auf dem Truppenübungsplatz Munster, 2018. Bildrechte: picture alliance/Philipp Schulze/dpa

Ukraine-News Pistorius will 105 Leopard-Panzer der neusten Version 2A8 anschaffen

20. Juni 2024, 16:23 Uhr

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Wolodymyr Selenskyj (M), Präsident der Ukraine, spricht während der ukrainischen Pressekonferenz zum Abschluss des Gipfels zum Frieden in der Ukraine.
Wolodymyr Selenskyj (M), Präsident der Ukraine, spricht während der ukrainischen Pressekonferenz zum Abschluss des Gipfels zum Frieden in der Ukraine. Bildrechte: picture alliance/dpa/KEYSTONE/EDA/POOL | Urs Flueeler

Ukraine-News von Donnerstag, 21. Juni 2024

Update 16:23 Uhr | Pistorius will 105 Leopard-Panzer der neusten Version 2A8 anschaffen

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius plant nach einem "Spiegel"-Bericht die Anschaffung von 105 Leopard-Kampfpanzern der neusten Version 2A8 für 2,93 Milliarden Euro. Das Gerät soll der Rüstungskonzern KNDS demnach bis 2030 an die Bundeswehr ausliefern. Das gehe aus einer Vorlage für den Haushaltsausschuss des Bundestags hervor, die dem "Spiegel" vorliege. Die Lieferung ist demnach bis 2030 geplant. Der Verteidigungsausschuss soll sich noch vor der Sommerpause mit dem Panzer-Geschäft befassen. Durch die Großbestellung soll die Ausstattung der deutschen Kampfbrigade in Litauen und die Modernisierung der Panzertruppe des Heeres sichergestellt werden.

Die mögliche Lieferung der 105 Kampfpanzer war 2023 optional in einem Rahmenvertrag vereinbart worden. Damals waren bereits 18 Leopard 2A8 als Ersatz für die an die Ukraine gelieferten Leopard 2A6 zum Stückpreis von 525,6 Millionen Euro besitellt worden. Der A8 basiert auf einer für die ungarischen Streitkräfte entwickelten Version des Leopard 2A7. Seine Kanone kann programmierbare Munition verschießen. Um das stolze Gefechtsgewicht von 70 Tonnen zu bewegen, wurde sein Motor auf 1600 PS gesteigert.

15:29 Uhr | Bundeswehr bestellt Rheinmetall-Artilleriemunition für 8,5 Milliarden Euro

Die Bundeswehr hat beim Rüstungskonzern Rheinmetall Artilleriemunition für bis zu 8,5 Milliarden Euro bestellt. Wie das Unternehmen in Düsseldorf mitteilte, wurde ein entsprechender Rahmenvertrag für die Lieferung von Artilleriemunition des Kalibers 155 Millimeter unterzeichnet. Die Bestellung dient den Angaben zufolge vor allem der Aufstockung der Lagerbestände bei der Bundeswehr und verbündeten Staaten "sowie auch der Unterstützung der Ukraine bei ihrem Abwehrkampf" gegen Russland.

09:59 Uhr | EU-Staaten einigen sich auf neues Sanktionspaket gegen Russland

Die EU-Staaten haben sich Diplomaten zufolge auf ein 14. Sanktionspaket gegen Russland geeinigt. Es zielt den Angaben nach unter anderem darauf ab, die Umgehung von bestehenden Sanktionen zu verhindern, wie etwa beim Schiffstransport von russischem Flüssiggas. Die belgische Ratspräsidentschaft erklärt auf der Online-Plattform X, durch das neue Paket würden Schlupflöcher geschlossen und damit die Wirkung bestehender Sanktionen maximiert.

09:02 Uhr | Ukrainische Energieversorgung bei Luftangriff beschädigt

Russland hat in der Nacht Angriffe auf die Energieinfrastruktur der Ukraine durchgeführt. Dabei ist unter anderem ein Wärmekraftwerk getroffen worden. Die Anlage habe "schwere Schäden" davongetragen, zudem seien drei Mitarbeiter verletzt worden, teilte der Betreiber DTEK am Donnerstag mit. Den Angaben zufolge handelte es sich bereits um den siebten "massiven" Angriff auf ukrainische Energieanlagen innerhalb der vergangenen drei Monate. Der nationale ukrainische Netzbetreiber Ukrenergo erklärte, dass es in der Nacht einen "massiven Angriff auf Objekte der zivilen Energieinfrastruktur" gegeben habe. Demnach wurden Anlagen in den Regionen Winnyzja, Dnipropetrowsk, Donezk und Kiew beschädigt. Das Ausmaß müsse noch geklärt werden, hieß es weiter.  Laut der ukrainischen Luftwaffe feuerte Russland neun Raketen und 27 Angriffsdrohnen iranischer Bauart ab. Bis auf vier Raketen wurden demnach alle Geschosse durch Luftabwehrsysteme abgeschossen.

07:23 Uhr | Russland meldet ukrainischen Drohennangriff auf Treibstofflager

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff in der russischen Nordkaukasus-Region Adygeja ist nach Angaben der örtlichen Behörden ein Brand in einem Treibstofflager ausgebrochen. Das Feuer habe rasch gelöscht werden können, teilten die Behörden mit. Auch im Treibstofflager Platonowskaja in der zentralrussischen Region Tambow sei nach einer Explosion ein Feuer ausgebrochen, was wahrscheinlich auf einen Drohnenangriff zurückzuführen sei, erklärte Regionalgouverneur Maxim Jegorow auf dem Kurznachrichtendienst Telegram. Bei dem Vorfall sei niemand verletzt worden, die Feuerwehr sei im Einsatz.

Wie die russische Nachrichtenagentur Tass meldet, habe die Luftabwehr in der Nacht insgesamt 15 ukrainische Drohnen abgeschossen.

06:17 Uhr | Zusammenarbeit zwischen Russland und Nordkorea besorgt Nato-Chef

Das neue Verteidigungsbündnis zwischen Russland und Nordkorea zeigt nach Ansicht von Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg die zunehmende Annäherung autoritärer Mächte und unterstreicht die Bedeutung einer geeinten Front der Demokratien. "Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass die autoritären Mächte immer enger zusammenrücken. Sie unterstützen sich gegenseitig auf eine Art und Weise, die wir noch nie zuvor gesehen haben", sagt er bei einer Podiumsdiskussion während eines offiziellen Besuchs in Ottawa.

Jens Stoltenberg
Bildrechte: IMAGO/CTK Photo

Nordkorea habe Russland "eine enorme Menge an Munition" geliefert, während China und der Iran Moskau im Krieg gegen die Ukraine militärisch unterstützten. Die wachsende Nähe zwischen Russland und anderen asiatischen Staaten mache es für die Nato umso wichtiger, mit ihren Verbündeten im asiatisch-pazifischen Raum zusammenzuarbeiten. Aus diesem Grund seien die Regierungschefs Australiens, Japans, Neuseelands und Südkoreas zu einem Nato-Gipfel im kommenden Monat nach Washington eingeladen worden.

00:10 Uhr | Selenskyj verspricht Ukrainern Lösungen für Energieprobleme

Bis zum Winter will der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die wegen der systematischen russischen Angriffe derzeit katastrophale Stromversorgung im Land verbessern. "Wir bereiten Lösungen vor, um sicherer durch die Heizperiode zu kommen und den Menschen mehr Möglichkeiten zu bieten, diese in Bezug auf Energieversorgung, Engpässe und Ausfälle äußerst schwierige Zeit zu überstehen", sagte Selenskyj am Mittwoch in seiner täglichen Videoansprache. Kiew werde dazu auch weitere Partner mobilisieren. Details nannte der ukrainische Staatschef nicht.

Die Ukraine wehrt sich seit mehr als zwei Jahren gegen einen russischen Angriffskrieg. Dem Land setzen dabei die Angriffe aus der Luft schwer zu. Derzeit leben die Ukrainer mit scharfen Energierationierungen. Immer wieder wird der Strom über einen längeren Zeitraum am Tag abgestellt.

00:00 Uhr | Ukraine-News am Donnerstag, 20. Juni 2024

Guten Morgen! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg in der Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Laufe des Tages.

Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Trotzdem ist wichtig zu wissen, dass die Beschaffung verlässlicher Informationen schwierig ist, weil viele verfügbare Quellen politisch motiviert sein können und schwer zu überprüfen. Dennoch gibt es unabhängige Experten, Organisationen und Journalisten, die differenzierte Einblicke bieten. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.

Quellen: u.a. AFP, dpa, Reuters, MDR

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL – Das Nachrichtenradio | 20. Juni 2024 | 06:00 Uhr

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Wolodymyr Selenskyj (M), Präsident der Ukraine, spricht während der ukrainischen Pressekonferenz zum Abschluss des Gipfels zum Frieden in der Ukraine. Bildrechte: picture alliance/dpa/KEYSTONE/EDA/POOL | Urs Flueeler

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